Sperrung Dreilindenstrasse

Stadt Luzern beschwichtigt: Verkehrskollaps blieb aus

Gemäss der Stadt Luzern war der Brüel-Kreisel kaum blockiert. (Bild: Archivbild: ewi)

Entgegen den Befürchtungen der Anwohner meldet die Stadt Luzern: Das Verkehrsregime im Zusammenhang mit der Sperrung der Dreilindenstrasse funktioniert. Der Verkehr habe aber zugenommen.

Die Stadt Luzern zieht zu ihrem Verkehrskonzept eine positive Zwischenbilanz. Das schreibt sie am Donnerstag in einer Mitteilung. Seit Anfang Februar ist die Dreilindenstrasse wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Dies führte bei Anwohnern am rechten Seeufer sowie Politikern zur Sorge, dass der Mehrverkehr auf der Haldenstrasse kollabiert (zentralplus berichtete).

Wie es in der Mitteilung der Stadt Luzern heisst, habe sich das Verkehrsregime aber bewährt. Die Dreilindenstrasse ist stadteinwärts gesperrt. Dicht sind ebenfalls die benachbarten Quartierstrassen, um Schleichverkehr zu vermeiden. Zwar habe der Verkehr auf der Halden- und Hünenbergstrasse zugenommen. Er habe aber grundsätzlich jederzeit funktioniert, schreibt die Stadt.

ÖV hat funktioniert, Kreisel kaum blockiert

Vereinzelt sei es zu Staus auf der Haldenstrasse gekommen. «Dank dem rechtzeitigen Eingreifen der bei den Kreiseln Verkehrshaus und Brüel positionierten Verkehrsdienste konnte ein Blockieren der Kreisel verhindert werden», heisst es in der Mitteilung. Dank der Priorisierung der Zubringerstrassen habe auch der ÖV gut funktioniert. Die Verkehrsbetriebe hätten keine gravierenden Verspätungen registriert.

Dies deckt sich weitgehend mit den Beobachtungen des Quartiervereins Seeburg-Würzenbach-Büttenen. Auf Anfrage von zentralplus heisst es dort, dass der grosse Kollaps ausgeblieben sei. Aber der Verkehr habe deutlich zugenommen (zentralplus berichtete). So sagt Herbert Blum von der Fachgruppe Verkehr: «Es bilden sich zu den Hauptverkehrszeiten längere Schlangen an der Dosieranlage Dietschiberg als bisher.»

Stadt misst Verkehr weiter

Konkrete Zahlen zum Mehrverkehr liegen laut der Stadt noch keine vor. Sie sieht sich aber bestätigt mit dem Verkehrsregime. «Die Stadt Luzern ist überzeugt, dass mit der temporären Verkehrsführung ein optimaler Kompromiss zwischen der Erreichbarkeit der Stadt, der Arbeitssicherheit und der Minimierung der Immissionen für die Quartierbewohnerinnen und -bewohner gefunden wurde», schreibt sie.

Sie empfiehlt dennoch, während der Arbeiten bis Ende 2024 auf den Strecken in die Stadt den Bus zu benutzen oder die Dreilindenstrasse grossräumig zu umfahren.

Die kommenden Wochen will die Stadt weitere Daten erheben, um Klarheit zu schaffen, wie viel mehr Autos auf der Halden- und Hünenbergstrasse unterwegs sind. Allenfalls will sie dann weitere Massnahmen treffen.

Verwendete Quellen
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