In den Quartieren

SP Luzern fordert autofreie Sonntage

Eine Partie Ping-Pong mitten auf der Strasse? Das Neustadtfest im verganenen Jahr machte es möglich. (Bild: ewi)

Was es in den 70er-Jahren wegen der Ölkrise schon einmal gab, soll es aus Sicht der SP auch in Zukunft wieder geben: Autofreie Sonntage. Das soll das Quartierleben stärken.

An schönen Sonntagen kommt es in der Stadt Luzern oft zu Stau, insbesondere gegen Abend. Viele machen mit ihrem Auto einen Ausflug und kehren am Abend zurück nach Hause, was die Strassen überlastet.

Mit einem neuen Vorstoss fordert die Stadtluzerner SP das exakte Gegenteil. Sie will autofreie Sonntage. Diese sollen nicht für das gesamte Stadtgebiet gelten, sondern sich auf einzelne Quartiere beschränken. Jedes Quartier soll in den Sommermonaten mindestens einen autofreien Sonntag erhalten.

Sperrung für Autos soll Quartier beleben

Inspiriert haben die SP einerseits die autofreien Sonntage in den 70er-Jahren als Reaktion auf die Ölkrise. Anderseit nimmt die Partei auch aktuelle Ereignisse, insbesondere Quartierfeste, als Vorbild. «Dank der Sperrung einzelner Strassenabschnitte, wie das beispielsweise am Neustadt- oder Industriestrassenfest der Fall ist, wird die Möglichkeit zum Begegnen, Geniessen, Flanieren und Spielen auf öffentlichem Raum geschaffen.» Das schreiben Regula Müller und Adrian Albisser namens ihrer Fraktion.

Das Thema ist in Luzern nicht ganz neu. Vor einigen Monaten haben auch die Grünen in einem Vorstoss solche autofreie Sonntage an bestimmten Orten im Kanton gefordert, unter anderem auch auf der Seebrücke (zentralplus berichtete).

Verwendete Quellen
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