Verkehr & Mobilität
Grünes Licht für die Stadtpassage

Luzerner Stadtparlament will Car-Problem mit Tunnel lösen

Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören. Geht es nach dem Stadtparlamet «ziehen» die Cars unter das Luks. (Bild: mik)

Wo sollen die vielen Reisecars hin? Diese Frage beschäftigt die Luzerner Politik seit Jahren. Der Grosse Stadtrat hat sich nun für die Lösung «Stadtpassage» ausgesprochen.

Heute befinden sich quer über die Stadt verteilt Car-Parkplätze und Haltekanten – auch bei so prominenten Plätzen wie dem Schwanen- oder Löwenplatz. Künftig sollen jedoch alle Cars unter das Luzerner Kantonsspital (Luks) verschwinden. Der Grosse Stadtrat hat am Donnerstag grünes Licht für eine Machbarkeitsstudie zur «Stadtpassage» gegeben.

Zwei Tunnel führen in und aus der Stadt

Bei der Stadtpassage handelt es sich um das Projekt einer 2021 eigens gegründeten IG rund um Mitte-Grossstadtrat Roger Sonderegger (zentralplus berichtete). Es beinhaltet zwei Tunnel und das geplante unterirdische Parkhaus des Luks. In einem zusätzlichen, vierten Untergeschoss sollen 30 bis 50 Cars Platz haben (zentralplus berichtete). Was besonders die bürgerlichen Parlamentarier gefreut hat: Mit einem zusätzlichen Geschoss könnten die wegfallenden Parkplätze am Bahnhof kompensiert werden (zentralplus berichtete). Eine Mehrheit des Parlaments hat sich für die Prüfung davon ausgesprochen.

Die Lösung sieht je einen Tunnel für Fussgängerinnen und einen für Cars vor. (Bild: IG Stadtpassage)

Das neue Parkhaus wäre über zwei Zugänge erschlossen. Touristinnen und weitere Passanten würden über einen 800 Meter langen Tunnel vom Parkhaus in die Hertensteinstrasse gelangen. Auf Antrag von Silvio Bonzanigo wird zudem ein «People Mover», eine Art Mini-Metro, geprüft, damit Fussgängerinnen den Tunnel schneller hinter sich bringen können. Die Cars gelangen über einen 200 Meter langen Strassentunnel zwischen Sedel und dem Parkhaus hinein. Eine weitere Protokollbemerkung zum Parkhaus Musegg ist hingegen chancenlos geblieben.

Den Bericht und Antrag des Stadtrats hat das Stadtparlament letztlich entgegen dem Wunsch der SP zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Stadtrat prüft nun in einer Machbarkeitsstudie, wie er das auf 100 Millionen Franken geschätzte Projekt umsetzen will. Stimmen Bevölkerung und Parlament dem ausgearbeiteten Projekt zu, eröffnet die Stadt die Stadtpassage voraussichtlich 2030.

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