Verkehr & Mobilität
Schnelle Realisierung gefordert

Luzerner Politik gibt Durchgangsbahnhof erneut Schützenhilfe

Vision des neuen Bahnhofplatzes. (Visualisierung: Team Güller Güller, Atelier Brunecky, Zürich) (Bild: )

Eine zügige Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern und den parallelen Bau des Zimmerberg-Basistunnels II: Das sind die Wünsche aus Luzern an die Zukunft der Bahninfrastruktur.

Wie soll die Zukunft des Bahnverkehrs in der Schweiz aussehen? In der «Bahnperspektive 2050» will der Bundesrat das Bahnangebot primär auf kurzen und mittleren Distanzen verbessern. Dies soll etwa mit zusätzlichen S-Bahn-Angeboten und Mobilitätsdrehscheiben in Agglomerationen erreicht werden.

Der Kanton und die Stadt Luzern zusammen mit LuzernPlus sind laut Mitteilung happy über diese Strategie. Denn genau dies ermöglichte den Durchgangsbahnhof in Luzern. In ihren Vernehmlassungsantworten an den Bund über die Zukunft der Bahninfrastruktur fordern die Luzerner aber, dass die Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern nahtlos an dessen Planung anschliesst. Der Durchgangsbahnhof Luzern muss im nächsten Ausbauschritt (Botschaft 2026) enthalten sein.

Ausbau des Zimmerberg-Basistunnels sei wichtig

Wie der Kanton schreibt, brauche es neben dem Durchgangsbahnhof auch den Bau des Zimmerberg-Basistunnels II. «Erst diese beiden Grossprojekte ermöglichen zusammen
mit ergänzenden Massnahmen stimmige Angebotskonzepte für den öV in der
Zentralschweiz und sind damit Voraussetzung für eine leistungsfähige, klimaneutrale
Mobilität in der Zentralschweiz», sagt Regierungsrat Fabian Peter.

Ohne den Duchgangsbahnhof Luzern seien die Ziele des Bundesrates gar nicht zu erreichen. «In und zwischen den Agglomerationen liegt das grösste Potenzial für Verkehrsverlagerungen. Der Durchgangsbahnhof wird genau das für die Region Luzern und die Zentralschweiz möglich machen», sagt André Bachmann, Präsident von LuzernPlus.

Es geht zügig voran mit dem Durchgangsbahnhof

Die Planungsarbeiten zum Durchgangsbahnhof Luzern gehen laut Kanton zügig vorwärts. Das
Vorprojekt wird Anfang 2023 auf dem Tisch liegen. Daher sei es wichtig, dass es nach der Planung auch geschmiert weiterläuft. «Kanton und Stadt Luzern sowie LuzernPlus erachten es als zwingend, dass die Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern in die Botschaft 2026, also in den nächsten Ausbauschritt, aufgenommen wird, damit eine lückenlose Planung beziehungsweise Realisierung erfolgen kann», schreibt der Kanton.

Stadtrat Adrian Borgula betont seinerseits die Wichtigkeit des Ausbaus. «Der öffentliche
Verkehr wird dadurch gestärkt und kann seine Funktion als Mobilitätsrückgrat der Region
übernehmen und somit auch einen entscheidenden Beitrag an die Erreichung der Klima-
und Energieziele leisten.»

Verwendete Quellen
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