Verkehr & Mobilität

Cyrill Wiget zur Aufwertung des Stadtkerns
Ex-Stadtpräsident: «Kriens braucht ein pulsierendes Herz»

  • Verkehr & Mobilität
«Die Luzernerstrasse trennt Kriens wie ein riesiger Fluss in zwei Teile», kritisiert Cyrill Wiget die Verkehrssituation im Krienser Zentrum. (Bild: ewi)

Deutlich hat sich die Stimmbevölkerung gegen eine Aufwertung des Stadtkerns ausgesprochen. Sehr zum Bedauern von Ex-Stadtpräsident Cyrill Wiget, der im Zentrum von Kriens mehrere Geschäfte betreibt. Im Gespräch erklärt er, was es jetzt stattdessen braucht, damit das Gewerbe nicht vor die Hunde geht.

Das Café ist eigentlich ganz hübsch. In den Regalen sind lokale Bio-Produkte aufgereiht, in einer Ecke stehen gemütliche Sessel mit Samt-Überzug, heimelig knarzt das Fischgrat-Parkett unter den Füssen. Doch im nächsten Moment wird es laut im Café Ambrosia an der Luzernerstrasse in Kriens. Ein Sattelschlepper donnert am Fenster vorbei, gefolgt von einer langen Kolonne an Autos.

Auch der Blick aus dem Fenster bietet nicht viel Schönes: Asphalt, Verkehr und auf der gegenüberliegenden Seite der schmalen Strassenschlucht ragt die goldene Fassade des Krienser Stadthaus in den Himmel. Weit und breit steht kein einziger Baum.

«Kriens braucht ein Herz»

Hier treffen wir Cyrill Wiget zum Kaffee. Wiget ist ehemaliger Stadtpräsident von Kriens und Inhaber des Velogeschäfts Velociped sowie des eben beschriebenen Café Ambrosia. Als Detaillhändler hat er sich aktiv für die Testplanung Zentrum in Kriens eingesetzt. Zur Erinnerung: Mit der Testplanung wollte der Krienser Stadtrat verschiedene Varianten zur Aufwertung des Stadtzentrums erarbeiten und prüfen. Die SVP ergriff das Referendum – und gewann die Abstimmung überraschend klar (zentralplus berichtete).

Sehr zum Bedauern des Geschäftsinhabers: «Gerade für die Krienser Detailhändler wäre diese Testplanung sehr dringend nötig gewesen.» Was er damit meint, zeigt sich sinnbildlich am Café Ambrosia. So gemütlich das Lokal im Innern ist, der dauernde Strassenlärm sowie die Aussicht auf die graue Strassenschlucht machen den Standort an der Luzernerstrasse unattraktiv.

Wiget vor seinem Café an der Luzernerstrasse. Idyllisch ist anders.

«Kriens braucht ein pulsierendes Herz. Dann lebt und überlebt auch der Krienser Detailhandel», argumentiert Wiget. Zwar sei der partei- und verbandsübergreifende Schulterschluss im Rahmen des Abstimmungskampfs schön gewesen. So haben von den Grünen bis zur FDP und vom Veloverband VCS bis zum Autoverband ACS verschiedenste Parteien und Verbände für die Testplanung unterstützt.

«Alle jammern, dass ihre Kunden immer mehr in den Online-Handel abwandern. Aber niemand hat verstanden, dass diese Testplanung darum wichtig gewesen wäre.»

Cyrill Wiget, Inhaber Café Ambrosia und Velociped, Ex-Stadtpräsident Kriens

Genützt hat der Schulterschluss jedoch nichts. Vielleicht gerade, weil die Unterstützung für die Testplanung so breit abgestützt war. Die Parteien und Verbände haben sich darauf verlassen, dass die Abstimmung wohl schon in ihrem Sinne verläuft. Das Engagement des Pro-Komitees war im Vergleich zur lauten Nein-Kampagne der SVP vergleichsweise unscheinbar.

Ein «Engelskreis» im Kampf gegen Online-Handel

Aus Wigets Sicht ein schwerwiegender Fehler. Dabei nimmt er auch den Detailhandel in die Verantwortung. Ausser in seinem Laden habe er kein einziges Abstimmungsplakat in anderen Schaufenstern gesehen. Für Wiget unverständlich: «Alle jammern, dass ihre Kunden immer mehr in den Online-Handel abwandern. Aber niemand hat verstanden, dass diese Testplanung darum wichtig gewesen wäre.» Und er fügt selbstkritisch an: «Auch ich hätte mehr machen können.»

Die Argumentation des langjährigen grünen Stadtrats ist simpel: Durch die Aufwertung des öffentlichen Raums, steigt die Aufenthaltsqualität. Die Krienserinnen verbringen mehr Zeit im Zentrum – und frequentieren die lokalen Geschäfte dadurch häufiger, anstatt immer mehr online einzukaufen.

Die Geschäfte verzeichnen mehr Besucherströme und entsprechend mehr Kundinnen. Sie investieren, bauen aus und tragen dadurch selbst zur Aufwertung des Aussenraums bei. Ein «Engelskreis», wie Wiget diesen Prozess als positives Pendant eines Teufelskreises bezeichnet.

Visionen für das Zentrum in Kriens fehlen

Darum ärgert sich der Café-Betreiber auch zehn Tage nach der Abstimmung über das Ergebnis an der Urne. Er will aber nicht nur die klamme Stadtkasse sowie die unglückliche Sparpolitik des Stadtrats im Zusammenhang mit den höheren Hort-Tarifen für das Resultat verantwortlich machen.

«Viele, die seit 30 Jahren durchs Zentrum fahren, können sich nicht vorstellen, dass die Gallusstrasse auch eine Flaniermeile sein könnte.»

Wiget sieht den Grund für das enttäuschende Abstimmungsergebnis auch in einer gewissen Fantasielosigkeit. Im Detailhandel, im Stadtrat und in der Bevölkerung als Ganzes. «Wenn du ein Schiff bauen willst, trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu sammeln. Wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer», bemüht er ein Sprichwort des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry («Der kleine Prinz»).

Was er damit sagen will: Die Testplanung wurde falsch verkauft. Anstatt der Vision, dass Kriens ein lebendiges Herz erhalte, sei es im Abstimmungskampf nur um Verkehrsfragen wie Tempo-30 gegangen (zentralplus berichtete).

«Viele, die seit 30 Jahren hier durchs Zentrum fahren, können sich schlicht nicht vorstellen, dass die Gallusstrasse auch eine Flaniermeile sein könnte», bringt Wiget die genannte Fantasielosigkeit auf den Punkt.

Wiget bleibt optimistisch

Der Café-Inhaber bleibt aber trotz des Rückschlags an der Urne einigermassen zuversichtlich. Dies, weil der Kanton nach der Abstimmung sogleich signalisiert hat, dass er die Luzernerstrasse auch ohne das Mitwirken der Stadt Kriens sanieren will. Dabei wird der Kanton auch das viel diskutierte Tempo-30 im Zentrum von Kriens prüfen (zentralplus berichtete).

«Die Luzernerstrasse trennt Kriens wie ein riesiger Fluss in zwei Teile. Ein Mittelstreifen wäre ein wichtiger Schritt, um die beiden Teile zu verbinden.»

Der kantonale Richtplan sieht zudem auf der Luzernerstrasse einen Mittelstreifen vor, ähnlich wie im Stadtzentrum von Köniz. Fussgängerstreifen gibt es dort nicht, Passanten dürfen die Strasse an jeder Stelle überqueren. Köniz gilt schweizweit als Vorbild für ein verkehrsberuhigtes Zentrum – obwohl die viel befahrene Kantonsstrasse mitten durch das Stadtzentrum führt (zentralplus berichtete).

Cyrill Wiget in seinem Café an der Luzernerstrasse. Er verkauft hier auch verschiedenste Bio-Weine.

Für Wiget bietet sich der Vergleich mit Kriens darum an: «Die Luzernerstrasse trennt Kriens wie ein riesiger Fluss in zwei Teile. Ein solcher Mittelstreifen wäre ein wichtiger Schritt, um diese beiden Teile wieder zu verbinden.»

Mehr Plätze, mehr Bäume, mehr Bänke

Er sieht aber nicht nur den Kanton, sondern auch die Stadt in der Verantwortung, das Zentrum in Kriens aufzuwerten. Dabei geht es nicht nur um den Verkehr: «Wir brauchen mehr öffentliche Plätze. Viele Grünflächen. Sitzgelegenheiten, Bänke. Spielwiesen. Die Stadt hat die Kompetenz, das umzusetzen.» Diese Puzzle-Teil würden im Ganzen zu einer Aufwertung des Zentrums beitragen, auch wenn der Ideenwettbewerb im Rahmen der Testplanung nun nicht stattfindet.

So gibt der ehemalige Stadtpräsident noch einen zweiten Grund an, wieso er trotz allem optimistisch bleibt: das Potenzial von Kriens. Und er gerät regelrecht ins Schwärmen. «In Kriens kriegst du noch zahlbare Gewerbeflächen. Die Stadt Luzern und der See sind nah. Zudem ist Kriens mit dem Sonnenberg, dem Pilatus und dem Eigenthal von Naherholungsgebieten umgeben. Aus diesem Potenzial könnte man noch so viel herausholen.»

Aus ihm spricht in diesem Moment vielmehr der ehemalige Stadtpräsident, der «seine» Stadt vermarktet. Seine Vision für Kriens klingt sicher vielversprechend, blendet die realpolitischen Probleme der Stadt aber weitgehend aus. Ob Wigets Schlussplädyoer für Kriens im Stadtrat und in der Bevölkerung angesichts steigender Betreuungstarife und gestrichener Ferienhorte auf Anklang stossen, ist deshalb fraglich. Nach dem vergangenen Abstimmungsergebnis mehr denn je.

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10 Kommentare
  1. Enrico Ercolani Einwohnerrat a.D., 28.02.2022, 12:04 Uhr

    Als ehemaliger FDP Einwohnerrat hatte ich das Heu in vielen Bereichen nicht auf der gleichen Bühne wie Cyrill Wiget. Im Falle der Testplanung bedaure ich wie er, dass diese abgelehnt wurde. Das Ziel der Planung war klar, mit der Testplanung wollte der Krienser Stad- und Einwohnerrat verschiedene Varianten zur Aufwertung des Stadtzentrums erarbeiten und prüfen. Die SVP ergriff das Referendum und gewann die Abstimmung, dank vielen Falschmeldungen, entsprechenden Plaktaten und damit Täuschung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, überraschend klar. Grüne, SP, Mitte und FDP, der Veloverband VCS und der Autoverband ACS also verschiedenste Parteien und Verbände unterstützten die Testplanung. Die Luzernerstrasse trennt Kriens in zwei Teile. Wie Cyrill Wiget richtig feststellt, wäre ein Mittelstreifen ein wichtiger Schritt, um die beiden Teile zu verbinden.» Der kantonale Richtplan sieht zudem auf der Luzernerstrasse einen Mittelstreifen vor, ähnlich wie im Stadtzentrum von Köniz. Fussgängerstreifen gibt es dort nicht, Passanten dürfen die Strasse an jeder Stelle überqueren. Köniz gilt schweizweit als Vorbild für ein verkehrsberuhigtes Zentrum – obwohl die viel befahrene Kantonsstrasse mitten durch das Stadtzentrum führt. In Köniz war ich und konnte mir dieses Modell anschauen und prüfen. Einfach genial, wie der Verkehr fliesst. Fussgänger, Velo- und Autofahrer sind gleichberechtigt und sie nehmen aufeinander Rücksicht. Die sehr niedrigen Unfallzahlen sprechen für sich.

    Fazit
    1. Trotz Ablehnung der Testplanung muss in Kriens etwas zur Attraktivierung der ganzen Gemeinde unternommen werden. Ohne Planung geht das aber nicht.
    2. Dazu muss der gesamte Verkehr mit eingeschlossen werden.
    3. Dabei ist nicht nur der Kanton, sondern auch unsere Stadt in der Verantwortung.
    4. Wie Cyrill Wiget richtig festhält, geht es dabei nicht nur um den Verkehr. Es braucht mehr öffentliche Plätze, Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Spielwiesen.

    Die ablehnende Haltung der SVP für die Testplanung war für mich eine grosse Enttäuschung. Hauptsächlich deshalb, weil von ihr keine konstruktiven Vorschläge zur Attraktivierung von Kriens aufgezeigt wurden. «Nein sagen ist eben einfacher»!

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  2. Kasimir Pfyffer, 28.02.2022, 11:10 Uhr

    Und jetzt mal kurz in die Kristallkugel geschaut: In Kriens wird sich in bester Tradition genau gar nichts bewegen. Der einzige Treiber sind die Finanzen, und da sieht es bitter aus. Jahr für Jahr wird die Gemeinde tiefer in die roten Zahlen rutschen, jedes Mal werden die «besonderen Kinder» von der SVP das Referendum gegen das Budget ergreifen. Etwa alle 2-3 Jahre wird der Kanton deshalb den Steuerfuss festsetzen müssen. Derselbe Kanton wird sich weiterhin auf Kosten aller Gemeinden sanieren und Kriens noch tiefer ins Elende stossen. Am feuchten Traum von den «guten Steuerzahlern» werden Parlament und Regierung trotzdem unbeirrt festhalten. Die teure Umwandlung des Bell-Areals (Infrastrukturkosten) wird der Gnadenschuss für die Stadtfinanzen. Nach 2030 stehen die Finanzen dauernd unter kantonaler Verwaltung. Ab 2035 ist Kriens reif für die Fusion mit der Stadt Luzern. Die Gallizunft stimmt zähneknirschend zu, weil sie Aussicht auf städtische Fördergelder hat. Damit kann die letzte Maskenschnitzerei gerettet werden – im 2. UG des Aldi-Neubaus.

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  3. Andreas Bründler, Kriens - Bleiche, 26.02.2022, 10:29 Uhr

    Wenn ich den Namen Cyrill Wiget höre, denke ich:

    1. An die total unnütze Umwandlung von der Gemeinde Kriens in die Stadt Kriens. Das wurde nur gemacht, weil Cyrill Wiget mit seinem Titel «Gemeindepräsident» nicht zufrieden war. Er wollte sich unbedingt «Stadtpräsident» nennen können. Damals sagte er, das koste nicht. Doch die Realität war ganz anders: Es hat viel gekostet. Angefangen bei neuen Ortstafeln und Verkehrsschildern. Neues Briefpapier, neue Couverts.
    Da wurden Steuergelder total verschleudert. Steuergelder die heute fehlen und dazu führen, dass man den Kinderhort bis zu 5x teurer machen muss und den Ferienhort abgeschafft hat.

    2. An die Studie zum Krienser Wappen. Und anschliessend ein verändertes Wappen für die «Stadt» Kriens. Dasselbe: Totale Verschleuderung von heute fehlenden Steuergeldern. Wie kann man Geld für so etwas ausgeben, wenn Ebbe in der Kasse ist? Eine normale Familienmutter mit Kindern könnte nie so unbedacht mit ihrem Geld umgehen. Cyrill Wiget schon. Dies auch ein Projekt von Cyrill Wigets Präsidialabteilung.

    3. An das Projekt «Zukunft Kriens» von Cyrill Wiget. Das Projekt war für Krienser Verhältnisse komplett überrissen. Da hatte jemand den Grössenwahn. Ich gebe zu: Es machte absolut Sinn, die auf verschiedene Liegenschaften verzettelten Departemente unter einem Dach zusammenzubringen. Aber dafür muss man nicht gleich ein Goldenes Haus mitten im Zentrum bauen. Das ganze Projekt «Zukunft Kriens» war von Anfang an mit vielen Fehlern behaftet. Nicht zuletzt ein fehlendes Baucontrolling, das auch diesen Namen verdient. Meine Kinder und Enkel werden noch viele Jahre mit den Bauschulden von diesem verfehlten Projekt «Zukunft Kriens» leben müssen. Man sollte nie seinen Nachkommen solche Schulden aufbürden. Das ist einfach nicht fair. Jede Generation sollte für seine eigenen Kosten aufkommen und sie selbst bezahlen. Pay-as-you-go heisst das in gut gemanagten Gemeinden: Man haushaltet mit dem Geld das man von den Steuereinnahmen her zur Verfügung hat. Aber davon hat Cyrill Wiget sehr wahrscheinlich noch nie etwas gehört.

    4. An die mehrfache Umgestaltung des Dorfplatzes unterhalb der Galluskirche. Angefangen mit extrem teuren Studien von externen Beratern, die völlig unnütz waren und zu unmöglichen Resultaten führten. Können wir heute sagen, dass Kriens einen Dorfplatz hat, der das viele ausgegebene Geld wert ist? Überhaupt nicht. Wieder ein Projekt von Cyrill Wiget als Gemeinde- äxgüsi Stadtpräsident.

    Cyrill Wiget ist ein lieber Mensch. Er wohnt gleich gegenüber mir in 2 zusammengelegten Eigentumswohnungen im Haus C der neuen Überbauung Teiggi. Von meinem Pult sehe ich hinüber. Er war und ist sicher auch ein guter Geschäftsmann. Das beweist auch der enorme Erfolg seines Velounternehmens Velociped. Aber als Gemeindepräsident von Kriens war er heillos überfordert. Das muss das heutige Stadtratsteam ausbaden.

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    1. schaltjahr, 26.02.2022, 17:52 Uhr

      Die ganze Schuld auf Cirill Wiget zu schieben ist falsch. Massgeblich am Desaster sind die Vertreter der Mitte – Rechts Parteien im Stadtrat verantwortlich. Da waren wirkliche Amateure am Werk und versuchten sich in Grosstadtpolitik. Das Ganze gestützt durch den Einwohnerrat, welcher nur Abnickte und sich Ruhm und Ehre erhoffte ,, Nicht für die Gemeinde, sondern für sich selber …

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      1. Andreas Bründler, Kriens - Bleiche, 27.02.2022, 09:57 Uhr

        Frau/Herr Schaltjahr: Das Desaster von Kriens jetzt im Nachhinein anderen Gemeinderäten oder sogar dem Einwohnerrat in die Schuhe zu schieben ist einfach. Das ist reine Ableckung vom gewaltigen Scherbenhaufen, der Gemeindepräsident Cyrill Wiget in Kriens hinterlassen hat. Viele der Projekte kamen direkt von der Präsidialabteilung aus und wurden von da gesteuert. Departementsvorsteher der Präsidialabteilung der Gemeinde Kriens war für viele (zu viele!) Jahre Cyrill Wiget. Mir tun einfach die Kinder und Enkel in Kriens leid, unsere junge Generation, die die gewaltigen angehäuften Schulden über viele Jahren werden mittragen müssen. So etwas darf man der jungen Generation nie antun!

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  4. Renggloch Böög, 26.02.2022, 06:54 Uhr

    Lieber Cyrill, so sehr ich Dich menschlich schätze, bei Deinem „Gejammer“ vergisst Du, dass zu einem attraktiven, belebten Dorfzentrum nicht nur „behinderter Verkehr“, Grünflächen und Sitzbänke gehören, sondern auch einen attraktiven Branchenmix. Früher lebte das Dorf trotz viel befahrener Hauptstrasse wunderbar…… genau bis zu dem Zeitpunkt, als die Coop das Zentrum verlies! Zudem ist es schon sehr irritierend, wenn Du jetzt über den unattraktiven Stadtplatz jammerst, welcher DU mit deinen Ratskollegen verbrochen hast. Fakt ist auch, geht man von der Busschleife bis zur Migros, so findet man links und rechts (inkl. Gallusstrasse) nur Geschäfte, welche der Krienser Bevölkerung nicht nützen, es sei denn man ist Einwohner mit Migrationshintergrund, trägt Vollbart oder liebt Fleischtaschen vom Bosporus.

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    1. outremont, 26.02.2022, 08:50 Uhr

      Gern können Sie die «Ex»-Post oder Credit-Suisse Mieter und einheimische Produkte anbieten

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    2. Obernauer, 26.02.2022, 09:28 Uhr

      Genau so ist es. Zudem braucht Kriens viel dringender eine funktionierende Hauptstrasse als paar Bäumchen und Sitzbänke. Immer mehr Einwohner, wachsen wollen zu jedem Preis um sich dann stolz Stadt nennen zu dürfen, aber die Verkehrsinfrastruktur eines Dorfes bieten geht einfach nicht.

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      1. Adaff, 27.02.2022, 13:01 Uhr

        Genau! Eine funktionierende Hauptstrasse ausserhalb des Zentrums, nämlich! In Luzern, in Bern, in Aarau, da verlaufen die Hauptverkehrsachsen auch nicht mitten durch das Zentrum, wo sich das Zentrum des Stadtlebens abspielt.

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      2. Philipp, 27.02.2022, 15:03 Uhr

        @adaff was reden Sie da? Die Hauptstrasse durch Luzern führt genau durch das Zentrum. Pilatusstrasse, Bahnhofplatz, Seebrücke, Schweizerhofquai. Indem man seit ein paar Jahren die Leute die zum Bahnhof wollen über einen Umweg mitten durch ein Wohnquartier und dann über den überlasteten Bundesplatz umleitet, hat man zudem genau das dümmste gemacht was man tun konnte. Fragen Sie doch mal die Bewohner der Moosstrasse was sie davon halten.
        Und wenn Sie eine andere Hauptstrasse durch Kriens wollen, sagen Sie doch mal wo die durchführen soll? Ups, geht nicht , da alles schon vor Jahrzehnten mit neuen Quartieren verbaut wurde. Die Einzige Lösung ist ein Tunnel vom Obernau bis in die Kuonimatt zur Autobahn. Aber das ist ja zu teuer.
        Die Politiker kapieren es einfach nicht. Zuerst Verkehrsinfrastruktur planen und bauen. Erst dann Wohnungen. Nur so funktioniert es. Wenn die Häuser mal stehen kann man nämlich oberirdisch nichts mehr machen. Was Wiget nun will ist daher unmöglich. Ausser man ist bereit das bereits überlastete Verkehrssystem komplett zum Kolaps zu bringen oder doch horrende Geldmengen für einen Tunnel bereit zu stellen. Kriens will wachsen, wachsen und nochmals wachsen. Aber gleichzeitig ein Leben wie in einem Dorf. Sorry, aber das geht einfach nicht und ist reine grüne Träumerei.

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