Bund rechnet mit Zusatzkosten

Der Luzerner Bahnhof könnte teurer werden

Vier neue Gleise sollen im neuen Durchgangsbahnhof gebaut werden. (Bild: SBB)

Beim Luzerner Durchgangsbahnhof könnten hohe Zusatzkosten anfallen. Statt 3,3 Milliarden sei mit 4,5 Milliarden Franken zu rechnen, heisst es beim Bund.

Es wäre eine saftige Erhöhung: Laut der «NZZ» könnte der geplante Umbau des Luzerner Bahnhofs 1,2 Milliarden teurer ausfallen als bisher geplant. Dies soll eine Vertreterin des Bundes an einem Anlass gesagt haben.

Zwar rechne das Bundesamt für Verkehr (BAV) für Kernprojekt mit dem Tiefbahnhof und den zwei Tunnels, wie vergangenes Jahr bekannt gemacht wurde, mit 3,3 Milliarden Franken. Es würden aber voraussichtlich Zusatzkosten anfallen. Dies für Anpassungen auf Zulaufstrecken, wie BAV-Sprecher Michael Müller gegenüber der «NZZ» bestätigt. So müssten mehrere Bahnhöfe angepasst werden. In Dierikon brauche es aus betrieblichen Gründen eine Abstellanlage.

Diese Massnahmen seien nötig, damit der Knoten Luzern mit dem Tiefbahnhof seine Leistungsfähigkeit ausschöpfen könne.

Müller betont aber, dass es sich dabei um einen Zwischenstand handle. Die Kosten würden sich mit der fortschreitenden Planung entwickeln. Das letzte Wort hat dann schliesslich das Parlament.

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6 Kommentare
  • Profilfoto von Schmurz
    Schmurz, 21.03.2024, 20:12 Uhr

    Da laufen 2 Dinge parallel aus dem Ruder.

    Nicht zwingende Zusatzwünsche:
    Vollständig durchgehende Linien, anstelle der ursprünglichen Idee, eines unterirdischen Direktanschlusses in Richtung Ebikon, da eine zusätzliche Spur im Gütsch und entlang des Rotsees sehr teuer geworden wäre.

    Zuschieben von SBB-Fremd-Bedürfnissen ins Projekt: Verschieben der Rangiergeleise zwecks Immobilien-Profitmaximierung nach Ebikon.

    Ursprünglich war einmal die Rede von ca. 1 Mia.

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  • Profilfoto von marsumarsu
    marsumarsu, 21.03.2024, 17:20 Uhr

    Der Bahnhof Luzern wird dem Problembahnhof in Stuttgart in nichts hintenanstehen.
    Und was den zuständigen Politiker gefallen wird, die Goldkronen auf den Grabsteinen wird ihnen bis in alle Ewigkeit gesichert bleiben.
    ( Wenn der Bahnhof denn mal gebaut wird).

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  • Profilfoto von Hugo Ackermann
    Hugo Ackermann, 21.03.2024, 17:18 Uhr

    1859 Eröffnung eines Sackbahnhof.Standort bis heute unverändert.Heute Hindernis für Bahnausbau und Stadtentwicklung.
    Ca.2007:Die Politik lanciert das Projekt Tiefbahnhof,später DBL;Standort Sackbahnhof.Vom Standort auf Stadtgebiet
    hängt ab,ob das Projekt der Stadt nützt oder schadez.Thomas Küchler,Direktor SOB:Der Bahnausbau läuft aus dem Ruder.Es gebe immer mehr Ausbauten,die nicht zweckmässig sind.Schuld sei die Politik.
    Strategische Ziele des Bundesrates für die SBB AG:Der Bundesrat erwartet von der SBB,dass sie die Bahnhöfe zu Verkehrsdrehscheiben weiterentwickelt.
    Diestädtebaulichen und bahnbetrieblichen
    Probleme sind nur mit einem von Ideologie unbelasteten verkehrsorganisatorisch-städtebaulichen Gesamtprojekt lösbar Zur verfehlten Standortwahl haben Stadtregierung und Stadtparlament nie Stellung genommen.Die Stadt hat den Lösungsvorschlag DBL Untergrund (zentralplus 8.1.22/1.19.24/2.124) abgelehnt.Mit dem Projekt verbunden wären: Sanierung Untergrund (zentralplus03.17.24),städtebauliche Aufwertungen (Untergrund,Bahnhofateal,Verkehrsentlastung ganze Innenstadt)und die Lösung von Standortproblemen:Neues Theater auf dem Bahnhofareal,Kleintheater im bestehenden Theater,Museen,Uni,Gerichtsmeile usw auf
    dem BahnhofarealCarparkierungsanlage prov.auf dem Bahnhofareal,definitiv in
    der bestehenden Perronhalle.Fernbusterminal im neuen DBL. Autonomer Elektrobusshuttle Carparkierung–Löwenplatz.Nur Durchfahrthaltestellen auf den Plätzen.Alles zu einem Bruchteiil der Kosten.

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  • Profilfoto von Hegard
    Hegard, 21.03.2024, 15:41 Uhr

    Oh ja! Ich hätte noch ein Vorschlag den DBL noch attraktiver macht! Baut doch noch ein Kreisel-Dreieck,cungefähr vor dem Neustadt Tunnel, Richtung Allmend / Göschenen. Dann könnte man direkt von Olten durch Luzern nach Göschenen Fahren-Oder Basel – Luzern- Gotthard! Dann wäre Luzern wirklich die Drehscheibe der Nation.

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  • Profilfoto von Marcel Sigrist
    Marcel Sigrist, 21.03.2024, 10:09 Uhr

    Wann begreift Luzern, dass aus dem Durchgangsbahnhof ein Durchfallbahnhof werden wird? Dieser Kehrtunnel unter dem See, der das Zentrum von Luzern für 10 Jahre zu einer immensen Baustelle machen würde, hat nicht einmal mehr ein einigermassen vernünftiges Koste/Nutzenverhältnis.

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    • Profilfoto von Hanspeter Flueckiger
      Hanspeter Flueckiger, 21.03.2024, 11:25 Uhr

      "Kehrtunnel" made my day! In der Tat ist dieser Nonsens nicht mehr als ein Kehrtunnel für ein paar Milliarden ohne jeglichen Nutzen. Es kann durchaus Sinn machen, wenn der Stimmbürger die beiden aktuellen Ständeräte und gewisse Nationalräte abwählt.

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