An Kreuzungen in Luzern

Der Boden ist Lava – Grüne wollen Haltebügel für Velofahrer

Solche Haltebügel, wie hier in Bochum, wollen die Jungen Grünen auch in Luzern. (Bild: Stadt Bochum)

Das Anfahren ist beim Velofahren besonders lästig. Die Luzerner Grünen wollen Abhilfe verschaffen – und schielen dazu nach Basel und ins Ausland.

Wer den Luxus eines E-Bikes nicht kennt, weiss bestimmt, wie lästig das Anfahren auf dem Velo ist. Im dümmsten Fall hat man noch einen zu grossen Gang eingelegt und muss besonders kräfteraubend in die Pedalen treten. Gleichzeitig muss man wieder aufs Velo steigen und sollte dabei möglichst die Balance halten, um den Autos nebenan nicht in die Quere zu kommen.

Die Geschwister Irina und Jona Studhalter von den Jungen Grünen wollen dieses Problem in Luzern lösen. Am Strassenrand installierte Haltebügel sollen hier Abhilfe verschaffen. Wer an eine Kreuzung fährt, braucht vor einer roten Ampel nicht vom Velo zu steigen, sondern kann sich an den Bügeln festhalten. Schaltet die Ampel auf grün, ist das Anfahren dann wesentlich leichter.

Die Idee erinnert ein wenig an das Kinderpsiel «Der Boden ist Lava», bei dem es das Ziel ist, ohne den Boden zu berühren, von A nach B zu gelangen. Entsprechend trägt das Postulat auch den Namen dieses Spiels.

Auch in Ulm kennt man die Haltebügel für Velos. (Bild: Stadt Ulm)

Das Ausland als Vorbild

Für Luzern wäre die Idee neu. In anderen Städten hingegen ist sie bereits Realität. In Kopenhagen beispielsweise gibt es solche Haltebügel für Velofahrerinnen schon länger. Auch verschiedene Deutsche Städte haben ein Pilotprojekt mit Haltebügeln lanciert. In Basel-Landschaft gibt es ebenfalls bereits solche Haltebügel.

Verwendete Quellen
  • Postulat von Jona und Irina Studhalter
  • Artikel von «SRF»
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16 Kommentare
  • Profilfoto von Pädi
    Pädi, 11.11.2022, 13:38 Uhr

    Verblödung von der Gesellschaft… wieder so etwas von unnötig!!
    Entweder man kann Fahrrad fahren und dann auch seinen Fuss auf den Boden stellen ohne die Balance zu verlieren… sonst soll man lieber zu Fuss gehen oder den ÖV benützen.
    Ansonsten hatte ich als Kind so praktische Hilfe zum Fahrradfahren lernen… die heissen «Stützrädli» und die könnte man sonst für die grossen E-Bikes erfinden und dran montieren…

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  • Profilfoto von Alfonsius
    Alfonsius, 27.06.2022, 17:01 Uhr

    Immerhin weniger Hirnverbrannt als die ewigen Forderungen der SVP nach billigerem Benzin (oder nennen wir es beim Namen: Autofahrersubventionen, vom armen Steuerzahler subventioniert).

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    • Profilfoto von Sereina Willi
      Sereina Willi, 27.06.2022, 21:09 Uhr

      Ihr Kommentar ist ebenso hirnverbrannt wie die Forderungen der SVP. Autofahrer bezahlen je Liter Most etwa 90 Rappen Steuern. Auch bei einer Vergünstigung würden Autofahrer immer noch viele Steuern bezahlen, ihr armer Steuerzahler bliebe also gänzlich unbelastet. Wenn Sie schon fordern wollen, dann eher, dass die Putzfrau, die aufs Auto angewiesen ist, nicht mehr den Tesla-Bonzen subventioniert, der steuerfrei ausgeht.

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    Kritischer Blick, 27.06.2022, 16:41 Uhr

    Schnapsidee! Als Autofahrer kann ich auch nicht im fünften Gang anfahren, wenn ich vorher vergessen habe, runterzuschalten. Wer diese geistige Leistung nicht mehr vollbringen kann, nimmt wohl besser den ÖV. Und im Sommer wird Metall an der Sonne wunderbar warm oder sogar heiss. Müssen Fahrzeuge eine Rettungsgasse bilden, können die Fahrzeuge dann nicht auf die Trottoirs ausweichen, weil die Haltebügel im Weg sind…

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    Dolfino, 27.06.2022, 15:26 Uhr

    So langsam sind die Grünen am Durchknallen. Wer nicht anfahren kann auf dem Fahrrad soll zuerst richtig fahren lernen. Aber die Grünen können ja nur fordern.

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    Hegard, 27.06.2022, 15:12 Uhr

    Sogar E Byke kommt es in den Sinn das vor halt die Gänge automatisch herunter heruntergeschaltet
    wird und wer Arbeitet und auf ein PW verzichtet ,vermag so ein Velo

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  • Profilfoto von Hegard
    Hegard, 27.06.2022, 15:05 Uhr

    Sorry jeder Intelligente Radfahrer weis das er vor dem anhalten runterschalten muss.Die Grünen werden immer dekadenter

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    transit, 27.06.2022, 13:19 Uhr

    Bleibt noch zu hoffen dass diese Stangen im Sommer nicht so heiss werden dass dielieben Velofahrer ihre Pfötchen dran verbrennen können. Nein, wirklich, es ist ein Hohn was alles gefordert wird. Ich fordere hingegen dass man endlich wieder mal normal zu Denken anfängt.

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    • Profilfoto von Hegard
      Hegard, 27.06.2022, 15:06 Uhr

      Das können nicht alle

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    Stefan Ernst, 27.06.2022, 12:46 Uhr

    Wieviel CO2 wohl ausgestossen wird, bis diese Haltebügel produziert und installiert sind …

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    • Profilfoto von Heinz Hanselkranzmeier Dipl. Ing.
      Heinz Hanselkranzmeier Dipl. Ing., 27.06.2022, 13:50 Uhr

      Gemäss meiner Berechnung: in etwa gleich viel CO2 wie eine durchschnittliche Autofahrt. Nun, die Autofahrt dient meistens nur einer Person, nur ein mal. Die Stangen dienen Vielen und wiederholt.

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    Rene, 27.06.2022, 12:05 Uhr

    Noch besser wäre, wenn die Velofahrer/innen bei rot gar nicht anhalten sondern einfach durchfahren könnten. So müsste man/Frau sich weder anstrengen noch denken.

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    • Profilfoto von Hegard
      Hegard, 27.06.2022, 15:07 Uhr

      Das ist bei den Grünen ein proplem

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    Trömpeterli auf seinem Fixie, 27.06.2022, 11:46 Uhr

    Trackstand lernen wäre wohl billiger und macht mehr Spass.

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    Marc, 27.06.2022, 11:43 Uhr

    Das einzige was man von den Grünen immer hört ist «Wir fordern». Schön, dann lasst Eure Klientel doch endlich mal eine anständige Velosteuer (Vignette) bezahlen, dann lässt sich solcherart Luxus vielleicht auch bezahlen.

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    • Profilfoto von Trömpeterli
      Trömpeterli, 27.06.2022, 13:51 Uhr

      Sie beschreiben jede Partei, aber insbesondere die Freiheitsliebende SelbstVerantwortungsPartei.

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