Verkehr & Mobilität
14 Parkplätze werden aufgehoben

Auf der Gerliswilstrasse in Emmen gilt bald Tempo 30

Etwa so soll die Gerliswilstrasse in Zukunft aussehen. (Bild: Kanton Luzern)

Die Gerliswilstrasse ist eine der am meisten befahrenen Strassen in Emmen. Nun planen Kanton und Gemeinde eine umfassende Sanierung.

Rund 11'000 Autos fahren täglich über den Abschnitt zwischen Central und Sonnenplatz in Emmen. Die Verkehrssituation ist anspruchsvoll. Die Strasse ist eng, für Velos gibt es keine separaten Velostreifen. Längsparkplätze säumen die Strasse und machen die Situation zusätzlich unübersichtlich. Busse bleiben zu Stosszeiten oft im Stau stecken.

Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen haben nun beschlossen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Sie planen darum eine umfassende Sanierung der Strasse. «Das Ziel ist, dass alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sicher und zuverlässig ans Ziel kommen», schreiben Kanton und Gemeinde in einer gemeinsamen Mitteilung.

Bald gilt Tempo 30 auf der Gerliswilstrasse

Die grösste Veränderung geschieht beim Temporegime. Künftig gilt auf der Gerliswilstrasse auf diesem Abschnitt Tempo 30. Das soll die Verkehrssicherheit erhöhen und gleichzeitig den Lärm reduzieren. Um die Lärmbelastung für die Anwohner zusätzlich zu verringern, baut der Kanton auf der Strasse einen lärmarmen Belag sowie Schallschutzfenster bei den anliegenden Häusern ein.

Heute ist die Gerliswilstrasse eine enge, unübersichtliche Asphaltwüste. (Bild: Kanton Luzern)

Auch das Strassenbild wird sich deutlich ändern. Hangaufwärts gibt es neu einen Velostreifen, damit Velos auf der Strasse genügend Platz haben. Die Längsparkplätze entlang der Strasse werden aufgehoben und werden durch Bäume und Pflanzen-Rabatten ersetzt. Die Bäume sollen das Strassenbild aufwerten und im Sommer dafür sorgen, dass es nicht zu heiss wird entlang der Strasse.

Die wegfallenden Parkplätze werden zum Teil mit zentral gelegenen, schrägen Parkplätzen kompensiert. Allerdings sind es künftig insgesamt 14 Parkplätze weniger an der Gerliswilstrasse.

Kanton rechnet mit 7 Millionen Franken Kosten

Zuletzt baut der Kanton auch die Bushaltestelle Krauerstrasse behindertengerecht aus. Neu wird der Bus dort vollständig in der Fahrbahn halten und kann von den dahinterliegenden Autos nicht überholt werden. Diese Methode – der sogenannte «Pulkführer» – trägt dazu bei, dass der Bus den Fahrplan besser einhalten kann.

Der Kanton rechnet für das Projekt mit Kosten in der Höhe von rund sieben Millionen Franken. Das ist aber bloss eine erste Schätzung. Konkreter werden die Baupläne, der Zeitplan und die entsprechenden Kosten erst nach der Beratung des Strassenbauprogramms im Luzerner Kantonsrat. Diese ist gegen Ende dieses Jahres vorgesehen.

Klar ist hingegen bereits die Verkehrsführung während der Sanierung. Während rund sieben Monaten ist der Strassenabschnitt von der Sprengi her einspurig befahrbar. Der Verkehr aus Richtung Luzern wird über die Rüeggisinger- und die Gersagstrasse umgeleitet.

Verwendete Quellen

Deine Ideefür das Community-Voting

Die Redaktion sichtet die Ideen regelmässig und erstellt daraus monatliche Votings. Mehr zu unseren Regeln, wenn du dich an unseren Redaktionstisch setzt.

Deine Meinung ist gefragt
Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Bitte beachte unsere Netiquette.