Und wieder ist Corona schuld Verkauf der Fasnachtsplakette auf Luzerns Strassen fällt ins Wasser

2 min Lesezeit 20.01.2021, 06:57 Uhr

Das Coronavirus macht den Fasnächtlern erneut das Leben schwer. Erst mussten praktisch alle rüüdigen Veranstaltungen rund um die diesjährige Fasnacht abgesagt werden, jetzt können sie nicht einmal ihre Plakette auf der Strasse an die Leute bringen. Die Stadt hat keine Bewilligung erteilt.

Normalerweise brauchen die Luzerner Fasnächtler wegen der Kälte ein dickes Fell. Doch in diesem Jahr ist es das Coronavirus, das ihre Nerven auf die Probe stellt. Schon im Herbst war klar: Die Fasnacht in Luzern kann nicht wie gewohnt stattfinden. Urknall, Umzüge, Monstercorso – praktisch alle Events sind abgesagt. Um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen, mit dem Fasnachtsschaffende unterstützt werden können, hat das Lozärner Fasnachtskomitée (LFK) trotzdem eine Plakette lanciert (zentralplus berichtete). Ausserdem gibt es in diesem Jahr ein Fasnachtsmagazin (zentralplus berichtete).

Geplant gewesen war, die Fasnachtsplaketten an mehreren Samstagen auf den Strassen in Luzern zu verkaufen. Doch auch das muss jetzt gestrichen werden, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt. Wegen der verschärften Massnahmen hat die Stadt dem LFK keine Bewilligung erteilt. Ohnehin wäre die Situation für die Fasnächtler schwierig, selbst wenn eine Bewilligung vorläge: Wegen der zahlreichen geschlossenen Betriebe sind nur wenige Menschen in der Stadt unterwegs. Die Läden können die Fasnächtler ebensowenig unterstützen, weil sie wegen der Schliessung nicht als Verkaufsstellen dienen können.

Hoffnung ruht jetzt auf Fasnachtsvereinen und Guuggen

Auch wenn die Situation für das LFK nicht einfach ist, kann ihr Pressesprecher Peti Federer sie nachvollziehen. Dass die Stadt keine Bewilligung erteilt habe, verstehe man «selbstverständlich voll und ganz», sagt er zur Zeitung.

Immerhin hat das LFK bereits einen Plan C: Nun will man direkt alle Fasnachtsvereine und Guuggen kontaktieren, um die Plaketten doch noch verkaufen zu können. Ein Zeichen der Solidarität hat bereits auch das Möbelhaus Ikea in Rothenburg gesetzt. Es hat dem LFK 200 Plaketten abgekauft und sie den Angestellten geschenkt (zentralplus berichtete). Wer ebenfalls eine ergattern möchte, kann dies im Onlineshop des LFK tun.

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