Verhüllungsverbot: SVP Ebikon setzt Kopfgeld auf Plakat-Vandalen aus
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Die Plakate der Befürworter der Verhüllungsverbotsinitiative werden regelmässig beschädigt. (Bild: SVP Ebikon)

Abstimmungsplakate entwendet Verhüllungsverbot: SVP Ebikon setzt Kopfgeld auf Plakat-Vandalen aus

2 min Lesezeit 2 Kommentare 08.02.2021, 18:12 Uhr

Im Raum Luzern werden offenbar grossflächig Plakate gestohlen, die für ein Ja zum Verhüllungsverbot werben. Andere wurden beschädigt. Das Abstimmungskomitee lässt sich davon nicht unterkriegen. Die SVP Ebikon hat sogar eine Prämie für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.

Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 7. März über die Verhüllungsverbotsinitiative. Die Kampagne der Befürworter ist deswegen in vollem Gang. Doch nun gibt es Ärger: Im Raum Luzern kommt es offenbar zu zahlreichen Plakatdiebstählen. «In manchen Regionen, zum Beispiel im Raum Luzern und Basel, wurde mit grossem Aufwand jedes einzelne Plakat entwendet – mitsamt den Aufbau-Vorrichtungen», schreibt das Egerkinger Komitee in einer Mitteilung. Der Schaden sei beträchtlich.

Das Komitee weist darauf hin, dass demolierte Plakate ersetzt würden. Enige Vandalen hätten dank Videos auch bereits identifiziert werden können. Sie würden alle «konsequent dem Strafrecht zugeführt». Die Bevölkerung wird aufgerufen, zerstörte Plakate zur Beweissicherung zu fotografieren. Ausserdem hätten mehrere Parteisektionen und Einzelpersonen eine Belohnung ausgesetzt für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führe.

SVP bietet Prämie für Hinweise

Dazu zählt auch die SVP Ebikon. Denn auch auf Gemeindeebene seien Plakate zerstört worden. «Gewisse Plakate wurden inzwischen bereits zum zweiten Mal wieder instand gesetzt», schreibt sie in einer Mitteilung. Das wolle man nicht länger hinnehmen, weshalb die SVP Ebikon eine Prämie von 500 Franken für sachdienliche Hinweise aussetzt. Ausserdem würden die Plakate bis zum letzten Tag vor der Abstimmung wieder instand gestellt.

Noch tiefer greift übrigens der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner in die Tasche: Er bietet eine Belohnung von 2000 Franken für die Ergreifung der Täter, wie er auf Twitter vermeldet.

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2 Kommentare
  1. Wisali, 09.02.2021, 13:28 Uhr

    Demokratie und Meinungsfreiheit ist nicht allen Menschen gegeben. Gewissen Kreisen ist nur ihre Meinung/Einstellung rechtens. Schade.

  2. Roli Greter, 09.02.2021, 06:58 Uhr

    Das Ebikoner Ortsbild wird durch den „Abbau“ der Plakate ziemlich aufgewertet. Klar, wenn diese am Boden liegen besteht Stolpergefahr, aber mit wachem Blick sollte es klappen.

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