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Velo-Lobby will dem Luzerner Stadtrat Beine machen
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Der Südpol steht an einem Scheidepunkt.

Vorstoss für städtische Velo-Strategie eingereicht Velo-Lobby will dem Luzerner Stadtrat Beine machen

2 min Lesezeit 18.09.2017, 18:59 Uhr

Bis im Jahr 2035 sollen 10 Prozent des Verkehrsaufkommens über das Velo abgewickelt werden in der Stadt Luzern. Das besagt die Mobilitätsstrategie des Stadtrates. SP, Grüne, Pro Velo und VCS befürchten, dass die Ziele verpasst werden und fordern deshalb einen grossen Effort.

Der Luzerner Stadtrat soll eine umfassende Strategie zur Veloachseninfrastruktur formulieren und dem Parlament in einem Planungskredit aufzeigen, wie er diese Ziele erreicht. Das fordern die Grossstadträte Korintha Bärtsch, Marco Müller, Nico van der Heiden und Mario Stübi in einem Vorstoss.

Sie vertreten im Parlament unter anderem die Interessen von VCS und Pro Velo, die selbst eine Vision Velonetz Luzern entwickelt haben. Die Vision sieht unter anderem den Bau von Velobahnen, Velostrassen und Velowege vor. Analog zu Autobahnen, Kantonsstrassen und Gemeindestrassen für den Autoverkehr. Velobahnen orientieren sich dabei am Beispiel Freigleis, jedoch zusätzlich mit Vortritt bei Strassenquerungen (zentralplus berichtete).

Begründet wird der Vorstoss mit dem Ziel des Stadtrates, bis 2020 den Veloanteil am gesamten Verkehrsaufkommen bis 2020 zu verdoppeln und bis 2035 auf 10 Prozent zu steigern. SP und Grüne befürchten, dass man hier in Rücklage gerät: «Um diese Ziele zu erreichen, ist ein grosser Effort in der Veloinfrastruktur und der Verkehrssicherheit für Velofahrende notwendig», schreiben die Motionäre.

Gemeinsame Strategie mit Kernagglo

Gefragt sei eine Veloinfrastruktur, auf welcher die Velofahrenden schnell, direkt und sicher von Wohnort zum Arbeits- oder Umsteigeort gelangen können. Ebenso seien Veloachsen, auf denen die langsameren Velofahrer von den schnellen E-Bikes problemlos und sicher überholt werden können notwendig. Diese Veloverbindungen würden den Anreiz steigern, vom Auto oder Bus aufs Velo umzusteigen. Ausserdem würden sie die Strassen entlasten.

Zudem haben die beiden linken Fraktionen ein zweiten Vorstoss eingereicht. So soll die Stadt mit den Gemeinden der Kernagglomeration Ebikon, Emmen, Horw, Kriens ihre Bemühungen zum Ausbau von Veloachsen koordinieren. Es soll eine Strategie für ein überkommunales Veloachsennetz umgesetzt werden.

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