Ende Januar berät der Kantonsrat über öV-Projekt VCS Luzern unterstützt Busausbau zur Mall of Switzerland

2 min Lesezeit 1 Kommentar 22.01.2018, 09:36 Uhr

Die Mall of Switzerland ist seit zwei Monaten geöffnet. Doch eine angemessene Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr ist laut VCS Sektion Luzern nicht in Betrieb.

Mit Verspätung sollen die Verlängerung der Linie 1 und der Bushub Ebikon nun endlich umgesetzt werden. Der VCS Luzern begrüsst als Verfechter der menschen- und umweltgerechten Mobilität den Ausbau dieser öV-Infrastruktur.

Mehr als 15 Jahren dauerte die Planung und der Bau der Mall of Switzerland (MoS). Trotzdem wurde es laut VCS verpasst, gleichzeitig mit der Eröffnung der MoS, die verlängerte Buslinie 1 und den Bushub Ebikon in Betrieb zu nehmen. Diese verpasste Chance, den Besuchern der MoS bereits von Beginn weg eine optimale öV-Anbindung zu bieten, ist für den VCS Luzern unverständlich und inakzeptabel.

Keine Kunden der Mall sollen aufs Auto umsteigen müssen

Dieser Missstand soll nun endlich behoben werden. Ende Januar 2018 berät der Kantonsrat die Sonderkredite zur Trolleybusverlängerung sowie zum Bau des Bushubs. Für den Umweltverband ist klar, dass die beiden öV-Projekte nicht weiter mit zusätzlichen Abklärungen und unausgereiften Ideen verzögert werden dürfen. Eine möglichst gute Anbindung der MoS an den öV ist das Mindeste, um die Lebensqualität der Rontaler Bevölkerung nicht noch stärker durch zusätzlichen Verkehr zu beeinträchtigen.

Gleichzeitig fordert der VCS Luzern die zuständigen Stellen auf, die Buslinien, Fahrzeiten und Umsteigemöglichkeiten für Personen aus den umliegenden Rontalergemeinden so kundenfreundlich zu gestalten, dass keine Passagiere vom öV zurück zum eigenen Auto wechseln.

Mit der erfolgreichen Einreichung der öV-Initiative im November 2016 hat der VCS Luzern gemeinsam mit der Luzerner Allianz für Lebensqualität den Grundstein gelegt, um in Zukunft solche Verzögerungen vorzubeugen und die nötigen Finanzen für solche Ausbauschritte rechtzeitig bereitzustellen. Auch hier ist die Politik gefordert, der Lebensqualität der Bevölkerung angemessen Rechnung zu tragen.

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1 Kommentare
  1. Rolf Willa, 22.01.2018, 10:00 Uhr

    Die Bemühungen des VCS als Verfechter der menschen- und umweltgerechten Mobilität bezüglich ÖV-Anbindung der Mall of Switzerland (MoS) müssen schon hoch angerechnet werden. Noch besser wäre gewesen, die MoS gänzlich zu verhindern. Es gibt ja schon genügend solcher «Konsumtempel» rund um Luzern.
    Ich appelliere hier an unser Kantonsparlament: auf keinen Fall darf es sein, dass die Gesamtbevölkerung des Kantons mit ihren Steuern die Verlängerung der Buslinie 1 sowie den Bau eines Bushub Ebikon bezahlen muss. Dies sollen bitte schön die Profiteure des MoS selber bezahlen. Viele Luzernerinnen und Luzerner (genauso wie ich) werden nie im MoS einkaufen gehen. Wir berücksichtigen lieber unseren Bäcker, unseren Metzger, unseren Milch&Chäs-Lade usw.

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