VBL hatten es auf Zentralschweizer Transportunternehmen abgesehen
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Die VBL betreiben die Luzerner Buslinien. (Bild: bic)

Expansion gescheitert VBL hatten es auf Zentralschweizer Transportunternehmen abgesehen

2 min Lesezeit 23.01.2021, 12:11 Uhr

Die Verkehrsbetriebe Luzern wollten mehrere ÖV-Linien in anderen Kantonen übernehmen. Die Postauto AG stellte sich jedoch quer.

In der Zentralschweiz werden etliche ÖV-Linien von lokalen Betreibern betrieben. Sie handeln meist im Auftrag der Postauto AG. Doch die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) zeigten sich in den vergangenen Jahren sehr interessiert an diesen Subunternehmern, berichtet die «Luzerner Zeitung».

Das Stanser Familienunternehmen Thepra AG ging bereits 2016 an die VBL. Das sorgte bereits damals für Verwunderung. Die Postauto AG war vom Kauf überrascht worden. Gemäss Informationen der Zeitung sollte das Nidwaldner Unternehmen aber nicht das einzige bleiben, das die VBL aufkaufen wollten.

Postauto betreibt Nidwaldner Linie selbst

Doch andere Unternehmen in den Kantonen Obwalden und Luzern, denen die VBL ein Interesse angedeutet hatten, meldeten sich bei ihrer Auftraggeberin, der Postauto AG. Die einen verzichteten von sich aus auf einen Verkauf, andere blieben auf Nachdruck der Auftraggeberin stur, berichtet eine anonyme Quelle der Zeitung. Die Postauto AG habe verhindern wollen, dass die VBL ihre Monopolstellung ausbaue. «Postauto arbeitete bewusst mit kleineren Unternehmen zusammen, um die Wertschöpfung in der Gemeinde beziehungsweise im Kanton zu lassen.»

Mittlerweile betreibt die Postauto AG mehrere Linien direkt selbst. Auch jene der Thepra AG gehört dazu. Damit ist eine Expansion der VBL gescheitert.

Expandieren wegen Kostendruck

Das Luzerner Unternehmen zeichnet denn auch ein friedlicheres Bild der Zusammenarbeit mit Postauto: «Das Personal war sehr zufrieden und auch mit der Postauto AG pflegte man bis auf höchster Ebene einen guten und konstruktiven Austausch», erklärt Beat Nater, Leiter Markt und Vertrieb, gegenüber der Zeitung. Er weist jedoch auch darauf hin, es sei «legitim und sogar Pflicht jeder Transportunternehmung, sich in ihrer Strategie Gedanken zu machen, wie sie in verschiedensten Bereichen Synergieeffekte erzielen könnte», da der Kostendruck hoch sei. «Eine mögliche Form ist immer die Expansion, da erst eine gewisse Grösse solche Effekte ermöglicht.» Zudem nutze auch die Postauto AG Synergien.

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