VBL-Direktor Norbert Schmassmann gibt seinen Posten ab
  • Regionales Leben
Norbert Schmassmann geht in Pension. (Bild: zvg)

Nachfolge gesucht VBL-Direktor Norbert Schmassmann gibt seinen Posten ab

1 min Lesezeit 4 Kommentare 03.09.2020, 11:47 Uhr

Über 25 Jahre stand Schmassmann an der Spitze der VBL. Jetzt sucht das Unternehmen auf den Herbst 2021 eine Nachfolge.

Im Herbst 2021 verlässt Norbert Schmassmann die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL). Er wird in Pension gehen, teilt das Unternehmen mit. Um die Nachfolge frühzeitig zu regeln, wurde deshalb bereits ein Rekrutierungsprozess gestartet. Die Stelle wird öffentlich ausgeschrieben.

Schmassmann ist seit März 1996 Direktor der VBL. Gerade in den letzten Monaten wurde er immer wieder kritisiert. Hintergrund ist der «VBL-Trick». Das Unternehmen soll zu viel Subventionsgeld erhalten haben. Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) fordert deshalb eine Rückerstattung von 16 Millionen Franken (zentralplus berichtete).

Schmassmann betonte stets, dass man in Treu und Glauben gehandelt habe (zentralplus berichtete). Auch von einem Rücktritt wollte er nie etwas wissen. Jetzt will er trotzdem kürzertreten. Dabei handelt es sich aber um die ordentliche Pension: Schmassmann wird im nächsten Jahr 65.

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4 Kommentare
  1. Der Obernauer, 04.09.2020, 15:56 Uhr

    Herr Schmassmann hat die vbl benützt um seine neoliberalen Wirtschaftsweisheiten auzuprobieren. Dies auf Kosten der Fahrgäste und der Steuerzahler. Die Folgen sind eine Rückforderung von 16 Mio CHF.
    Diesen Tricksereien, oder ist es bereits Betrug, wurde alles unterordnet. Schlechte Pünktlichkeit, keine brauchbare Fahrgastinformstion und keinerlei Störungsmanagement.
    Innovationen sehe ich da keine .. Nur Frust beim Personal und den Fahrgästen.
    Der Rücktritt aus dem Kantonsrat wäre ebenfalls keine schlechte Entscheidung …

  2. Rudolf Borter, 04.09.2020, 07:00 Uhr

    Mit Herrn Schmassmann waren die Verkehrsbetriebe Luzern jahrelang bis weit über die Landesgrenzen hinaus eines der innovativsten ÖV-Unternehmen. Leider hat auch er eine Holdingstruktur aufgebaut, die u. a. Geldverschiebungen zwischen den dazu gehörenden Aktiengesellschaften ermöglichen. Nun hat er einen grossen Tolggen im Reinheft. Das wäre nicht nötig gewesen, und die Sache ist für Herrn Schmassmann mit der Pensionierung noch keineswegs ausgestanden.

  3. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 03.09.2020, 12:16 Uhr

    Direktor Schmassmann gibt seinen Posten nicht ab, wie hier im Artikel kolportiert. Das ist eine Beschönigung, eine Floskel. In Wirklichkeit tritt er unter dem Druck der Subventionsskandal-Vorwürfe zurück. Man könnte in diesem Zusammenhang recht redlich auch von „untertauchen“ oder „von der Bildfläche verschwinden“ sprechen! Seine Rolle im Betrugsfall „Subventionen“ muss aber so oder so noch geklärt werden. Verjährungsfristen sind aktuell ja noch kein Problem.

    1. Redaktion Vroni Fehlmann, 03.09.2020, 15:01 Uhr

      Guten Tag, vielen Dank für den Kommentar. Wie im Artikel erwähnt geht Herr Schmassmann im Herbst 2021 ordentlich in Pension. Das teilte die VBL so mit. Herr Schmassmann wird nächstes Jahr 65 Jahre alt.

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