Wer hat Vortritt? VBL-Busse sorgen für skurrile Szene beim Kreuzstutz

1 min Lesezeit 4 Kommentare 05.03.2021, 18:04 Uhr

Die Chauffeure der Luzerner Verkehrsbetriebe gelten als freundlich. Wenn sie allerdings an einem Kreisel mit ihren Fahrzeugen aufeinandertreffen, ist das nicht nur ein Vorteil.

Ein Leser berichtet von einer bemerkenswerten Verkehrsszene am Kreuzstutz in der Stadt Luzern. Verschiedene Busse der VBL seien am Donnerstagnachmittag gleichzeitig an den Kreisel gelangt. «Jeder Chauffeur gab Zeichen – und wollte dem anderen den Vortritt lassen.» Doch die gegenseitige Freundlichkeit führte zu einer Patt-Situation. «Das Ergebnis war, dass alle Busse sich gegenseitig den Weg versperrten und so den Kreuzstutz blockierten.» Gelöst habe sich die Situation, als ein Chauffeur von der Bernstrasse kommend ausgestiegen sei und die Autokolonne hinter ihm weggelotst habe. «So konnte er rückwärts fahren und den Knoten entwirren», berichtet der Leserreporter.

Die skurrile Szene habe zwar nicht lange gedauert, aber trotzdem für Rückstau in alle Richtungen gesorgt. «Es war etwas nervig, aber auch amüsant.»

Bei der VBL weiss man vom Vorfall. Ob tatsächlich die Freundlichkeit der VBL-Chauffeure Ursache für die Situation war, konnte man auf Anfrage von zentralplus jedoch nicht beantworten. «Das Ereignis wird intern analysiert und aufgearbeitet», heisst es lediglich. Doch wer weiss: Vielleicht taugt der Vorfall als Lehrstück für kommende Bus-Chauffeur-Generationen.

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4 Kommentare
  1. Voraus Schauer, 05.03.2021, 21:12 Uhr

    Das hat nichts mit der angeblicher Freundlichkeit zu tun, sondern ist ein Paradebeispiel der täglichen, kopflosen Fahrweise der VBL-Chauffeuren. Getreu nach den Motto „Ich bin ein Bus, ich fahre voll rein“. Mit Kopf und vorausschauend fahren kennen die nicht. Beobachte solche Situationen fast täglich am Bahnhof in Luzern, beim Luzernerhof, beim Schlossberg oder bei der Kreuzung Linde Kriens!

    1. B Suter, 06.03.2021, 08:35 Uhr

      Schade haben Busse nicht immer Vortritt wie Trams. Das wäre fortschrittlich.

    2. Voraus Schauer, 06.03.2021, 17:13 Uhr

      @B Suter – Kreuzungen zufahren hat nichts mit Vortrittsrecht zu tun!

    3. Michel von der Schwand, 08.03.2021, 13:27 Uhr

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Man hält sich für den König der Landstrasse und fährt wie es einem gefällt. Es ist lediglich ein Paradebeispiel und hat wohl kaum etwas mit Freundlichkeit zu tun. Obwohl man auch hier durchaus erwähnen darf, dass es auf gewissen Linien (u.a. 14er) überaus freundliche Chauffeure gibt, welche die Passagiere sogar begrüssen. Und was kommt von den Passagieren zurück? Nichts! Also befinden wir uns wieder auf Feld 1.

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