Vandalen zerstören SVP-Plakate in der Stadt Luzern
  • Politik
Ein zerstörtes SVP-Plakat in der Stadt Luzern. (Bild: zvg)

Partei überlegt sich eine Anzeige Vandalen zerstören SVP-Plakate in der Stadt Luzern

2 min Lesezeit 8 Kommentare 14.08.2020, 11:50 Uhr

Die aufgehängten SVP-Plakate zur Begrenzungsinitiative wurden in der Stadt Luzern grossflächig beschädigt. Die Partei vermutet systematisches Vorgehen von Gegnern ihrer Politik.

Die Plakatzerstörer wüteten in den vergangenen Tagen von der Allmend über das Tribschenquartier bis zur Baselstrasse und zum Maihof.

«Fast alle Clear-Channel-Plakate zur Begrenzungsinitiative wurden zerstört, abgerissen oder verschmiert», schreibt die SVP des Kantons Luzern nun in einer Mitteilung. Für Parteipräsidentin Angela Lüthold liegt nahe «dass die Täter wohl aus der Gegnerschaft stammen». Und weiter: «Da fast alle Plakate im gleichen Zeitraum und grossflächig verschandelt wurden, gehen wir davon aus, dass es sich um eine koordinierte Aktion handelte.»

Die SVP wird deshalb rechtliche Schritte prüfen. Allerdings erhofft sich Lüthold von einer allfälligen Anzeige nicht allzu viel: «In der Regel können die Vandalen ja nicht ermittelt werden.»

Kein Lausbubenstreich

Für Lüthold geht die Aktion «weit über einen Lausbubenstreich hinaus. Es ist für uns unverständlich, dass man einen demokratischen Prozess mit Straftaten zu behindern versucht.» Sie finde es bedenklich, wenn die Gegnerschaft auf diese Art und Weise in die Meinungsbildung eingreifen wolle – «das hat auch mit der Erziehung zu tun. Es gibt schliesslich andere Mittel wie Flyer oder Leserbriefe, wenn man seine Meinung kundtun will.»

Wie hoch der Schaden ist, kann Lüthold auf Anfrage nicht beziffern. Da die Plakataktion über die SVP Schweiz läuft, ist diese auch für den Ersatz der Plakate zuständig. Bei der Plakatgesellschaft gibt man aus Datenschutzgründen keine detaillierten Auskünfte.

Von den Zerstörungsaktionen betroffen ist derzeit nur die Stadt Luzern. In den kommenden Wochen werden die SVP-Anhänger auch auf der Landschaft für die Begrenzungsinitiative werben, auf privaten und öffentlichen Plakaten. «Wir werden beobachten, wie sich die Sache dort entwickelt», so Lüthold.

Eines der beschädigten Plakate an der Baselstrasse. (Bild: zvg)

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8 Kommentare
  1. Nemo, 15.08.2020, 13:05 Uhr

    Und Schlussendlich kommen diese „Vandalen“ noch aus der eigenen Reihe…

  2. Dunning-Kruger, 14.08.2020, 20:30 Uhr

    Wasser auf die Mühlen der Vorlage! Hektoliterweise!

  3. Matthias Jauch, 14.08.2020, 14:37 Uhr

    Gut dass diese „Vandalen“, wie sie in diesem Artikel bezeichnet werden, so noch mehr auf das Anliegen der SVP aufmerksam machen. Da ich nicht Mitglied der SVP bin, kann ich den „Vandalen“ nicht, im Namen der SVP danken. Ich Danke aber persönlich, da ich eine Begrenzung der Zuwanderung, auf Sicht auf den Umweltschutz sehr begrüsse.

  4. Hans Peter Roth, 14.08.2020, 14:21 Uhr

    Die Sünnelipartei der Milliardäre ist Meisterin, sich als Opfer zu präsentieren. Die abgebildeten Plakate sind gar nicht zerstört, sondern nur kommentiert. In einer echten Demokratie sollte es keine teuren Bezahlplakate geben, sondern nur Wandzeitungen, wo jeder Mensch – unabhängig vom Portemonnaie – seine Meinung kundtun kann.

  5. Gruesse vom Einhorn Schlachthaus, 14.08.2020, 12:30 Uhr

    Ich vermute hinter diesen feigen und undemokratischen „Aktionen“ militante, linksfanatische Gruppierungen die der Antifa/RESOLUT nahestehen und ideologisch Deckungsgleich sind. Anhand des Vorgehens lässt sich treffend die Haltung von solchen Gruppierung ablesen: Andere Meinung können nicht respektiert, toleriert werden. Ein Demokratieverständnis hat sich nie ausgebildet und man versucht Andersdenkende, notfalls auch mit Gewalt, mundtot zu machen und illegitimerweise zu diskreditieren. Diese Anhänger propagieren letztlich ein totalitäres, sozialistisches (und dazu weltfremdes) Gedankengut und sind gefährliche, antidemokratische Fanatiker!, die jedem politischen Diskurs abträglich sind! Unter der rot-grünen Stadtregierung müssen sie allerdings keine Repressalien befürchten!

    1. Städter, 14.08.2020, 13:59 Uhr

      Lol… Mal abgesehen davon das von den jungen in der Stadt die wenigsten (meines Wissens vermutlich überhaupt keine) die SVP wählen, ist es schon witzig wenn man jetzt mit Argumenten wie respektieren und tolerieren kommt und dann wieder an vorderster Front gegen alles fremde kämpft..
      mal so mal so wie es einem grad besser passt oder? 😉

    2. Andy Bürkler, 14.08.2020, 17:19 Uhr

      @Städter: „Mal abgesehen davon das von den jungen in der Stadt die wenigsten (meines Wissens vermutlich überhaupt keine) die SVP wählen,“
      Und warum denken Sie, dass das so ist?
      Weil die Jungen Leute so einen viel mehr Erfahrung mit dem Leben haben, oder vielleicht doch eher, weil diese aus Unerfahrenheit der linken bis linksextremen Propaganda leichter auf den Leim kriechen?
      Ich werde gegen den aufkeimenden Totalitarismus der „Guten“ kämpfen. Ich sehe mich dabei in der Tradition der „Weißen Rose“ oder von Claus Schenk Graf von Stauffenberg.
      Ich weiss, dass sie das nicht verstehen. Damals hat es auch kaum jemand verstanden.

    3. Boomer Verruumer, 14.08.2020, 17:24 Uhr

      Wenn sie glauben dass dies eine koordinierte Aktion linker splittergruppen war fehlt es ihnen an begriff für die politische einstellung der stadtluzerner befölkerung.

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