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Unverhoffter Geldsegen fürs Tierheim an der Ron
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Anja Zeidler setzt sich für das Tierheim an der Ron ein. (Bild: zvg/ Montage wia)

Nach Einbruch: Anja Zeidler sammelt Geld für Tiere Unverhoffter Geldsegen fürs Tierheim an der Ron

2 min Lesezeit 14.11.2019, 11:42 Uhr

Nachdem im Tierheim an der Ron 1000 Franken gestohlen worden sind, zeigen viele Zentralschweizer ihre Solidarität. Fast 5000 Franken wurden bereits mittels Crowdfunding gesammelt. Hinter dem Projekt steht eine bekannte Luzernerin.

Ein unschönes Ereignis ereilte das Tierheim an der Ron am vergangenen Wochenende. Diebe brachen durch ein Fenster ins Heim ein, durchwühlten Schränke und Büros und stahlen das ganze Bargeld aus der Kasse – ein grosser Teil davon sind Spendengelder. Doch nicht nur das. Auch das Trinkgeld der Mitarbeitenden kam weg. Insgesamt wurden 1000 Franken geklaut (zentralplus berichtete).

Der Einbruch sorgte gesamtschweizerisch für Empörung. Als «traurig» und «armselig» wird die Tat auf den Sozialen Medien bezeichnet. Auch Anja Zeidler hat reagiert. Die Luzerner Influencerin hat kurzum ein Crowdfunding gestartet, um das verlorene Geld des Tierheims wett zu machen. Eine Massnahme, die Wirkung zeigt. Noch sind keine 24 Stunden vergangen seit dem Aufschalten des Projekts, und bereits hat Zeidler mehr als die erhofften 5000 Franken gesammelt. Beinah minütlich werden es mehr.

Die Influencerin hat zwei Katzen aus dem Tierheim

Zeidlers Einsatz kommt nicht von ungefähr. Die Influencerin hat selber zwei Katzen aus dem besagten Tierheim adoptiert. Auf Instagram schreibt sie: «Wie kann man nur so herzlos sein und Tieren, die sonst schon nichts haben, auch noch ihr Letztes nehmen?»

Im Tierheim an der Ron ist man gerührt über Zeidlers Einsatz. Petra Roos, die Leiterin des Hauses, sagt: «Ich wusste nichts von dem Crowdfunding. Erst später, als schon 1000 Franken zusammengekommen waren, hat mich Anja Zeidler angerufen. Ich war sprachlos über dieses selbstlose Engagement.»

Frust und Hoffnung wechseln sich ab

Roos ergänzt: «Gerade da wir auf jeden Franken angewiesen sind, war der Einbruch für uns schlimm. Wir leben insbesondere von Spenden. Zwar haben wir auch eine Stiftung, die uns unterstützt, trotzdem haben wir nicht Geld zum Verschwenden. » Im Tierheim leben 90 Tiere. «Jeder, der selber ein Haustier hat, weiss, was das kostet.»

Zwar komme die Versicherung für den Einbruchschaden auf. «Doch lässt uns der Vorfall mit einem sehr unguten Gefühl zurück», so Roos.

Bereits wenige Tage nach dem Einbruch habe man die Sicherheitsmassnahmen im Tierheim verbessert. Das im Crowdfunding generierte Geld soll unter anderem dafür eingesetzt werden, erklärt sie.

Die vielen Reaktionen, die man seither bekommen habe, lassen sie hoffen. «Es gibt doch sehr viele gute Leute auf der Welt!»

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