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Unverfälschter Indie-Folk zuhause vor Freunden
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Der Luzerner Long Tall Jefferson am Blue Balls Festival (Bild: Lina Friedrich)

Long Tall Jefferson am Blue Balls Unverfälschter Indie-Folk zuhause vor Freunden

2 min Lesezeit 25.07.2017, 09:08 Uhr

Am Montag gab’s für den Luzerner Singer-Songwriter Long Tall Jefferson ein Heimspiel auf KKL-Boden: Er beschallte die Plaza mit Gitarre und Gesang in seiner ganz eigenen, bescheidenen Art, die zum Anhalten und Zuhören bewegte.

Wer vor dem KKL spielt, braucht langen Atem, denn die Plaza-Bühne ist nichts für schwache Gemüter. Volle drei Sets über beeindruckende vier Stunden spielte denn auch der fast schon zerbrechlich wirkende Long Tall Jefferson von 6 bis 10 Uhr inmitten des Festivalgeschehens. Seit über einem Jahr ist der ehemalige Gitarrist von Pablo Nouvelle nun schon solo unterwegs und schneidert sich seinen eigenen, zurückhaltend-poetischen Sound (zentralplus berichtete).

Gute Laune trotz Regen

«Ich muss meine Energie einteilen», prophezeite er vor dem Konzert und hielt dieses Versprechen mit eisernem Durchhaltevermögen auch dann, als das Wetter allmählich unfreundlich wurde und der Wind den Blue-Balls-Besuchern in die Knochen fuhr. Die Hoffnung des Musikers auf Petrus’ Kooperation wurde somit zwar enttäuscht, aber die ganz Harten liessen sich auch von kaltem Regen nicht die Stimmung verderben und verweilten zwischen KKL und Seebecken, um Long Tall Jeffersons stimmig melancholischen Gitarrenklängen und seiner unaufdringlichen Stimme zu lauschen.

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Ein Mann der leisen Töne

Wie ist es für einen Luzerner, in seiner Heimatstadt am Blue Balls Festival aufzutreten? Long Tall Jefferson empfindet Konzerte hier immer wieder wie ein Nach-Hause-Kommen, sagt er: «Freunde, Familie und andere bekannte Gesichter im Publikum sind toll. Eben Leute, deren Meinung man schätzt.» Er freut sich über den Auftritt und überträgt diese Freude, typisch schlicht, auf seine Zuhörer.

Der Singer-Songwriter ist ein Mann der leisen Töne, ein Lagerfeuerromantiker vielleicht. Auf jeden Fall steht fest, dass seine Lieder gut zu flackerndem Feuer und Sternenhimmel passen würden. Insofern ein Konflikt mit dem Gewitterhimmel über Luzern, aber das Wetter spielt am Blue Balls bekanntlich niemals mit, und diejenigen, die den Böen trotzten, mummten sich mit unverfälschtem Luzerner Indie-Folk ein.

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