«Unsinnige Bauvorhaben trotz Defiziten»

1 min Lesezeit 04.05.2015, 14:53 Uhr

Für den Kanton Zug sei es besser, das Geld nicht in unsinnige Strassenbauprojekte zu stecken und dafür die Sparprogramme wieder rückgängig zu machen, findet Philipp Kissling, Vorstandsmitglied VCS Sektion Zug, in seinem Leserbrief.

Leserbrief von Philipp Kissling:

Der Kanton schreibt momentan grosse Defizite. Trotzdem will der Regierungsrat die drei grössten Bauvorhaben, die der Kanton je geplant hat in Realität umsetzen. Sämtliche drei Grossprojekte beinhalten Tunnelbauten. Da keine Zuger Firma auf Tunnelbau spezialisiert ist, werden ausländische Firmen die drei Grossprojekte bauen.

Besonders im Hinblick auf den Stadttunnel werden grosse Bauunternehmen versuchen, sich in eine gute Stellung zu bringen und mit Dumpingpreisen arbeiten. Dadurch werden wir zwar weniger Geld für die Bauten ausgeben müssen, unsere Baufirmen werden aber dadurch aber auch viel weniger Rendite abwerfen und teilweise bankrottgehen, wie die Firma Vanoli. Als Folge davon werden die Steuereinnahmen noch mehr sinken.

Doppelt problematisch ist der Umstand, dass gleichzeitig grosse Sparbemühungen im Kanton aufgegleist werden. Diese treffen grosse Teile der Bevölkerung, welche auf das Geld angewiesen sind und dies im Kanton ausgeben. Auch diverse lokale Firmen werden weniger für den Kanton arbeiten können. Die Folgen sind weniger Umsatz in den lokalen Unternehmungen, was wiederum zu weniger Steuereinahmen führt.
Wir tun gut daran, das Geld nicht in unsinnige Strassenbauprojekte zu stecken und dafür die Sparprogramme wieder rückgängig zu machen.

Philipp Kissling, Vorstandsmitglied VCS Sektion Zug, Oberwil

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