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Unsere humanitäre Seite ist gefragt!

2 min Lesezeit 03.09.2015, 10:42 Uhr

Man solle nicht in endlosen Asyldiskussionen und fremdenfeindlicher Stimmung verharren und sich stattdessen solidarisch zeigen, meint Rupan Sivaganesan in seinem Leserbrief. Bei vielen Zugern sei der Wunsch zu helfen gross.

Leserbrief von Rupan Sivaganesan, Präsident Asylbrücke Zug:

«Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es auf der Welt über 50 Millionen Flüchtlinge, Asylsuchende und Binnenvertriebene», schreibt die UNO in ihrem aktuellen Bericht. Allein aus Syrien sind mehr als drei Millionen Menschen auf der Flucht – Frauen, Jugendliche und zahlreiche kleine Kinder – dabei sterben Tausende. Dies lesen wir tagtäglich in unseren Medien.

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Leider blenden wir die Tragik möglichst aus und einige versuchen auch, aus dem Flüchtlingsdramen Kapital zu schlagen und machen damit Wahlkampf. Dass die Themen Einwanderung und Asylpolitik vor den Wahlen dominierten und Politikerinnen und Politiker aller Parteien eine besondere Verantwortung trügen und die Pflicht hätten, gegen Worte und Handlungen vorzugehen, wie sich die so Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR am 31.August 15 in einer Medienmitteilung äusserte.

Leider lassen sich in Online- und Social-Media auch die Verwendung vieler erniedrigender und beleidigender Worte bezüglich dem Flüchtlingselend feststellen. In einem demokratischen Land wie der Schweiz sollte die Meinungsfreiheit hoch gehalten werden, aber gleichzeitig sollen wir auch unsere humanitäre Verantwortung gegen über den Menschen auf der Flucht wahrnehmen.

Alleine diese Woche bekam ich von zwei Zuger Firmen und drei jungen Privatpersonen Anrufe. Sie sammelten für die Asylsuchenden Kleider und für die Kinder Spielsachen und sind dabei, zusammen mit anderen solidarischen Menschen etwas für die Flüchtlinge zu unternehmen. Wir sollten nicht in endlosen Asyldiskussionen und fremdenfeindlicher Stimmung verharren. Die Flüchtlingsströme nach Europa und auch in die Schweiz sind eine Realität und die Menschen haben ihr Heimatland nicht freiwillig und leichtfertig verlassen. Zeigen wir diesen Menschen unsere humanitäre und solidarische Seite.

Rupan Sivaganesan, Präsident Asylbrücke Zug

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