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Besucherandrang am Lichterfestival
Unmut beim Luzerner Fasnachtskomitee wegen Lilu

  • Lesezeit: 2 min
  • Kommentare: 13
Ein Bild vor Corona: Der Fötzeliregen auf dem Kapellplatz mit dem Fritschipaar.
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Wird es dieses Jahr einen Fötzeliregen geben? Rund einen Monat vorher hat das LFK noch keine Antwort darauf. (Bild: Archivbild: Emanuel Ammon/AURA)

Veranstaltungen wie der Swiss City Marathon oder das Lichtfestival Lilu haben stattgefunden, die Lozärner Fasnacht steht noch immer in der Schwebe. Dies sorgt für Missmut beim Luzerner Fasnachtskomitee (LFK).

Nachts wird die Leuchtenstadt derzeit ihrem Namen mehr als gerecht. Mit der dritten Ausgabe des Lichtfestivals Lilu erstrahlen Luzerner Wahrzeichen in neuen Farben. Und locken dabei die Luzernerinnen in Scharen in die Gassen Luzerns (zentralplus berichtete). Dabei kommt bei zentralplus-Leser Daniel Steiner die Frage auf, weshalb das dichte Gedränge beim Lilu erlaubt ist, aber die Fasnacht eventuell abgesagt werden muss.

Lilu gilt nicht als Veranstaltung

Wie sich zeigt, ist er mit dieser Frage nicht allein. Auch LFK-Mediensprecher Peti Federer kann die ungleiche Behandlung nicht verstehen, wie er gegenüber «Pilatus Today» beschreibt. Er findet dabei deutliche Worte: «Wenn ich in die Zukunft blicke, fühle ich mich als Herzblut-Fasnächtler fast etwas ‹verarscht›.» Das Lilu locke tausende Besucherinnen, während der Lozärner Fasnacht immer mehr Steine in den Weg gelegt würden. «Das machts langsam müde», moniert Federer.

Die Luzerner Gesundheitsdirektion erklärt gegenüber dem Online-Portal, dass die unterschiedliche Behandlung mit den unterschiedlichen Charakteren der Anlässe zu tun habe. Das Lichtfestival Lilu qualifiziere demnach nicht als «Veranstaltung», sondern als «Kunst im freien Raum». Zudem haben die Vorführung auch kein festes Zeitfenster, wodurch sich grössere Menschenansammlungen zu einem fixen Zeitpunkt bilden würden. Deshalb «bedarf das Lilu keiner kantonalen gesundheitspolizeilichen Bewilligung», so die Antwort.

Hingegen die Fasnacht gelte als Veranstaltung. Ob und wie sie letztlich stattfinden kann, entscheidet sich am 25. Januar, an dem sich das LFK erneut mit der Stadt und dem Kanton zusammensetzt (zentralplus berichtete). Ein kleiner Lichtblick für Federer: Das «fasnächtliche Treiben» ist derzeit noch nicht abgesagt. Wenn also Fasnächtler an den Fasnachtstagen selbstständig in die Stadt strömen, gebe es dafür keinen Organisator. «Übrigens wie bei einer Kunstveranstaltung, da lässt man es auch ‹tschäddere›», wie Federer anfügt.

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13 Kommentare
  1. Franz Kupper, 16.01.2022, 20:53 Uhr

    Fasnacht ist eine lange und sehr beliebte Kultur, die man wie Kunst ebenfalls genießen und erleben soll

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  2. Scheidegger, 16.01.2022, 10:47 Uhr

    Sieht man sich die Bilder der Inthronisation der Wey Zunft an, kommt einem dann schon die Galle hoch. Da quasselt das LFK von Schutzkonzept und im Panoramasaal im Casino wird zu den Klängen der Feldmusik „Noggeler“ getanzt und geschunkelt. Schliiffts?
    Wird wohl bei der Zunft zu Safran nicht anders abgelaufen sein. Nein die Gesellschaften haben weder Gespür noch die Intelligenz für die aktuelle Situation. Grenzt an das Verhalten des englischen PM de Pfeffel Johnson. Die Upper Class mit ihrer Entourage meint, dass sie machen kann, was sie will.

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    1. TaKo, 16.01.2022, 21:03 Uhr

      Hey Scheidegger, Wauw, was für eine Aussage. «Ahnung haben» scheint wohl nicht dein Ding zu sein. Lass es doch bleiben mit sollchen Äusserungen! Und jetzt noch einen kleinen Input für dich und dein «Fenschter Platz» in der Schule. Die Inthro verlief erfolgreich mit 2G+. Alles im Rahmen der Bestimmungen. Ech wönsche der enrüüdig verreckti Fasnacht 2022

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  3. Sweety, 16.01.2022, 10:43 Uhr

    Ja es ist in der Tat ein Witz. Veranstaltung oder nicht. Und das ohne Maskenpflicht!

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  4. Markus, 16.01.2022, 00:04 Uhr

    Ich bin der meinung das die fasnacht laufen sol schon nur wegen den vereinen man den man hat ja sowiso eine maske an das ist meine meinung und wen andere veranstaltungen gemacht werden wie zum beispiel das ski renne da sind alle ohne masken diet beieinander und das wird geduldet und die fasnacht nucht schweinerei

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  5. Remo, 15.01.2022, 19:08 Uhr

    Bis die Fasnacht startet sind sowieso alle durchseucht worden. Dann ist es doch sch… egal sorry.

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  6. Michel von der Schwand, 15.01.2022, 15:45 Uhr

    Das Jammern von Herr Federer und gewissen Protagonisten des LFK ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Als ob das LFK darüber zu befinden hat, ob nun Fasnacht gemacht wird oder nicht. Interessiert einen richtigen Fasnächtler nicht im Geringsten. Das LFK ist lediglich Organisator der beiden Umzüge. Der Kommentatoren-Fetischismus von Federer disqualifiziert diesen so oder so als Fasnächtler. Ein Guugger läuft den Monstercorso! So viel dazu! Ob die Fasnacht dann stattfinden kann oder nicht liegt in der Verantwortung der Regierung. Lässt diese es dann tatsächlich „tschäddere“ will ich dann aber nichts vom bürgerlichen Zunftsfilz hören, wenn der Schuss nach Hinten los geht. Schutzkonzept und Fasnacht? Was ist das eigentlich? Saufen mit Sturzhelm?

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    1. TaKo, 16.01.2022, 21:15 Uhr

      Hey Michel von der Schwande…kleiner Tipp, schau mal auf der LFK homepage nach, was die Aufgaben des Kommitees beinhalten. Dann schreibst du beim nächsten Mal evtl.sinnvoll und ohne Unwahrheiten! Denn peinlich ist deine Aussage! Kennst du das Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten..? Ich bin überzeugt, dass du Stärken hast. Fokussiere diese bitte auf dein Gebiet! Au der en rüüdig verreckti Fasnacht 2022

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      1. Michel von der Schwand, 17.01.2022, 07:14 Uhr

        Das Palaver eines LFK-Fetischisten. Man merkt, dass der Kommentarschreiber hochgradig beleidigt ist. Zeigt auf, dass er es nicht verstanden hat.

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  7. Alaf*, 15.01.2022, 10:47 Uhr

    Dazu muss man noch etwas bemerken:
    Das LFK ist in Luzern ja in der Bürgerlichen Oberschicht angesiedelt, somit hat es genug Einfluss.
    Die Fassnacht ein organsiertes Besäufnis, die anderen zwei Veranstaltungen nicht.

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    1. Daniel Steiner, 15.01.2022, 14:34 Uhr

      Das würde ich so nicht sagen. Es gibt genug Besucher des Lilu die sich an den Glühweinständen gleich aufführen wie gewisse Fasnächtler. Und auch hier gilt, nicht alle Fasnächtler sind gleich und nur weil sie kein Fasnächtler sind heisst das ja nicht dass sie nicht stattfinden darf.

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      1. Remo, 15.01.2022, 19:07 Uhr

        Das ist mir nicht aufgefallen am letzten Dienstag. Und wenn es nur ein paar Vereinzelte waren, dann war es halt so. Deppen gibt es überall. Die Fasnacht allerdings wirklich ein organisiertes Besäufnis. Manche meinen man dürfe an der Fasnacht alles machen.
        Kann man gleich ganz abschaffen.

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      2. B Suter, 16.01.2022, 10:45 Uhr

        Ich habe vorgestern (Freitag) und gestern (Samstag) eigentlich keine betrunkenen gesehen am Lilu. Ich bin ein grosser Fasnachtsfan aber vergleichen kann man das nun wirklich nicht.

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