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Uni-Professorin wirft nach wenigen Monaten das Handtuch
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Aufenthaltsbereich in der Universität Luzern.   (Bild: rew) (Bild: rew)

Luzern: Neues Religionszentrum verzögert sich Uni-Professorin wirft nach wenigen Monaten das Handtuch

2 min Lesezeit 03.08.2018, 07:42 Uhr

Die Unruhe an der Universität Luzern ist gross, seit dem die Freistellung von Professor Martin Mark bekannt wurde. Doch das ist nicht die einzige Personalie die zu Reden gibt: Bereits im März hat eine jordanische Theologin ihre Stelle gekündet – nur elf Monate nach Stellenantritt.

Die Universität Luzern wird derzeit von einer Krise durchgeschüttelt. Nicht nur die Freistellung von Professor Martin Mark gibt dabei zu reden (zentralplus berichtete).

Nur rund elf Monate nachdem die Assistenzprofessorin für islamische Theologie ihre Stelle antrat, verlässt Rana Alsoufi die Universität Luzern bereits wieder. Ihr Schwerpunkt: Der interreligiöse Dialog und der Aufbau eines Religionszentrums der drei abrahamitischen Religionen Christentum, Judentum und Islam (zentralplus berichtete). Ein Prestigeprojekt der Fakultät, das nun ins Stottern gerät.

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Stelle wird erneut ausgeschrieben

Alsoufi hat im März auf Ende Juli ihre Stelle gekündet. Die Universität Luzern gibt als Grund für die Kündigung an, dass der Aufbau des Zentrums für komparative Theologie mehr Zeit brauche als ursprünglich angenommen.

Gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» sagt Alsoufi jedoch, es würden in der Stellungnahme «schwerwiegende Probleme und Versäumnisse verschwiegen». Die theologische Fakultät sei überhaupt nicht vorbereitet gewesen und lediglich Martin Mark habe sich für das religiöse Zentrum eingesetzt. Dieser ist jedoch kurz nach ihrer Einstellung als Dekan geschasst worden.

Laut Alsoufi habe sich anschliessend weder der neue Dekan Robert Vorholt noch Bruno Staffelbach ausreichend bemüht. «Hätte ich gesehen, dass die Voraussetzungen günstig sind und dass wirklich substanziell gearbeitet wird, wäre ich ohne weiteres bereit und in der Lage gewesen, mehr Geduld aufzubringen», sagt Alsoufi gegenüber der NZZ. Die Universität betont jedoch, dass am Religionszentrum festgehalten und die Assistenzprofessur erneut ausschreiben wird.

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