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Unerträgliche Zustände in Luzerner Schweinestall
  • Gesellschaft
Nichts für tierliebende Gemüter: Dieses Bild stamme aus einem Luzerner Schweinestall.

Schweinezucht im Kanton Luzern Unerträgliche Zustände in Luzerner Schweinestall

1 min Lesezeit 2 Kommentare 22.08.2014, 18:44 Uhr

In Schweizer Schweineställen herrschen schlimme Zustände. Dies zeigt der Schweine-Report der Tierschutzorganisation «Tier im Fokus». Die Organisation sammelte umfangreiches Video- und Fotomaterial. Auch über einen Luzerner Schweinestall wird berichtet.

Es sind schockierende Bilder, die der Report der Tierschutzorganisation «Tier im Fokus» (TIF) ans Tageslicht bringt: Kotverschmierte Betonbuchten mit apathischen, verhaltensauffälligen Schweinen, die sich gegenseitig die Schwänze abbeissen. Sie kauen sich gegenseitig an den Ohren – und das im Land mit dem angeblich besten Tierschutzgesetz der Welt. Das Material stammt von zehn Betrieben aus vier Kantonen. zentral+ hat es gesichtet: Von einem «tiergerechten» Schweineleben kann keine Rede sein.

Unter den Betrieben ist offenbar auch eine Luzerner Schweinezucht. Sie befindet sich im Seetal. Die Bilder gleichen sich auf den Punkt: Überall Dreck, Monotonie, Lethargie. Der Landwirt ist der Redaktion bekannt.

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Bilder aus dem Luzerner Schweine-Zucht Betrieb

«Diese Zustände sind unhaltbar», sagt TIF-Präsident Tobias Sennhauser, «aber eigentlich nicht weiter erstaunlich.» Sennhauser kritisiert die Bedingungen der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft. «Auch in der Schweiz werden Tiere zu Waren degradiert. Das ist offenbar ganz normal. Doch wenn ein Leben unter solchen Umständen normal sein soll, dann ist das eigentlich Schlimme das Normale.»

Die Organisation TIF fordert Bund und Politik auf, den Schutz der Würde des Tieres ernst zu nehmen und die «auf Profit ausgerichteten, lebensverachtenden Machenschaften der Tierindustrie zu unterbinden». Auch soll die Bevölkerung neutral und umfassend über Alternativen zum Konsum tierlicher Produkte informiert werden. 

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2 Kommentare
  1. Jürg Schwaller, 26.08.2014, 11:24 Uhr

    Die ständigen Behauptungen der Behörden und der Fleischmafia, die Schweiz hätte die weltweit strengste Tierschutzgesetzgebung, deshalb sei auch das “Schweizer Fleisch ” etwas ganz besonderes, kotzt einem an; in Wahrheit ist die Umsetzung der Tierschutzgesetze in der Schweiz einer der schlechtesten in Europa, wenn genügend Geld fliesst wird sehr lasch oder gar nicht kontrolliert, gebüsst wird schon gar nicht, weil die zuständigen Kantonstierärzte fleissig mitkassieren . Die Fleischbarone nützen die fehlende Fachkompetenz der Ämter und die unzähligen Schlupflöcher im Gestz voll aus und können sicher sein, dass niemand hinschaut . Was mit den Tieren passiert, ist die vom „Rechtsstaat“ Schweiz offiziell abgesegnete und von der Allgemeinheit finanzierte Quälung und Verachtung der wehrlosen Kreatur.

  2. Antonietta Tumminello, 25.08.2014, 11:56 Uhr

    Tiere sind Lebewesen genau wie Menschen. Sie empfinden Schmerz und Gefühle wie z.B. Angst. Trotzdem werden Schweine, Rinder, Hühner usw. von Menschen wie Produkte oder Waren behandelt. Wir sperren sie ein, halten sie teilweise unter den schlimmsten Bedingungen, mästen und töten sie, um sie dann zu essen.