Umwelt
30 Tonnen CO2 in einer Woche

LUKS-Küche kocht klimaneutral – Fleisch bleibt auf Menüplan

Das Luks will möglichst klimafreundlich kochen, behält Fleisch aber auf dem Speiseplan. (Bild: bic)

In den Spitälern des Luzerner Kantonsspitals wurde vergangene Woche genau auf den CO₂-Abdruck der Menüs geschaut. Klimaneutral wird die Luks-Küche aber noch lange nicht.

Burrito mit veganen Filet-Strips, Weizen-Schnitzel mit Pilzragout oder Spaghetti mit Soja-Bolognese. In den Spitalküchen der LUKS-Gruppe in Luzern, Sursee, Wolhusen und Stans wurde letzte Woche ganz genau auf den CO₂-Abdruck der Menüs geschaut.

Dass die Ernährung einen wesentlichen Beitrag zum Klimawandel leistet, ist bekannt. Das Luzerner Kantonsspital hat darum gemessen, wie gross der CO₂-Abdruck der gekochten Menüs ist. Und tatsächlich: Obwohl die Luks-Küche möglichst klimaneutral kochte, verursachten die rund 5700 zubereiteten Menüs rund 30 Tonnen CO2.

Zum Vergleich: Mit einem normalen Benzin-Auto könnte man damit rund 3,5 Mal die Erde umrunden. Die ausgestossenen Emissionen kompensiert das Luks, in dem es ein Projekt zum Bau eines Wasserkraftwerks in Vietnam unterstützt.

Fleisch bleibt auf dem Menüplan

Die Menüs mit Fleisch machten dabei den grössten Anteil des CO2-Austosses aus. Rund 25 Tonnen, also knapp fünf Sechstel, betrug der CO2-Abdruck der Fleisch-Menüs. Obwohl nur rund zwei Drittel der verkauften Menüs Fleisch beinhalteten.

Rüstet das Kantonsspital darum jetzt um und verbannt Fleischgerichte von der Speisekarte? Nein. Eine Umstellung auf eine fleischlose Küche ist innerhalb der LUKS-Gruppe aktuell kein Thema, heisst es in einer Medienmitteilung. «Dies würde auch medizinischen Empfehlungen widersprechen, die zu einer ausgewogenen Ernährung drei Portionen Fleisch pro Woche zählen.»

Und die Umstellung würde wohl wieder endlose Diskussionen nach sich ziehen, wie dies bereits der Fall war, als die Uni Luzern nur noch vegetarische Menüs zubereiten wollte (zentralplus berichtete). Beim Luks, dem grössten Arbeitgeber der Region, wäre der Aufschrei wohl noch grösser.

Verwendete Quellen
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