Gerichtsurteil akzeptiert

Caritas lässt das Kleidersammeln in Luzern definitiv

Unklar ist, was mit den Kleidercontainern der Caritas geschieht. (Bild: mre)

Die Caritas ist mit dem Urteil des Luzerner Kantonsgerichts einverstanden, dass ihre Beschwerde gegen den Gemeindeverband Real ungültig ist. Somit überlässt sie das Textilsammeln im Kanton zukünftig anderen Organisationen.

Caritas Zentralschweiz und Caritas Schweiz geben sich im Kampf um das Recht zum Kleidersammeln auf dem Gebiet der Real geschlagen. Am Donnerstag verstrich die Frist, um das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts weiterzuziehen. Die Caritas akzeptiert den Rechtsspruch und sieht davon ab, vor das Bundesgericht zu gehen. Das teilt sie am Donnerstag mit.

Im vergangenen Mai lehnte das Kantonsgericht Luzern eine Beschwerde der Caritas gegen den Gemeindeverband Real ab (zentralplus berichtete). Im Sommer 2023 machte Real eine öffentliche Ausschreibung für den Auftrag «Beschaffung einer Dienstleistung für die Sammlung und Verwertung von Textilien aus dem Siedlungsabfall».

Drei Bewerber meldeten sich: Tell-Tex, Texaid und Caritas. Alle drei Organisationen haben bisher Kleidercontainer im Kanton betrieben. Real vergab den Auftrag an Tell-Tex und Texaid (zentralplus berichtete). Daraufhin wehrte sich die Caritas und zog vor Gericht.

Folgen des Rechtsspruchs unklar

Was das Urteil für die Caritas für Auswirkungen hat, sei indes nicht vollends klar, wie Niels Jost, Mediensprecher der Caritas, gegenüber zentralplus sagt. Als Nächstes warte man die offizielle Verfügung von Real ab.

Diese werde zeigen, was die Caritas mit ihren Sammelcontainern auf dem Gebiet der Real machen soll. Gemäss Jost werde die Caritas die Verfügung dann prüfen und die notwendigen Schritte einleiten.

Verwendete Quellen
  • Schriftlicher Austausch mit Niels Jost, Mediensprecher Caritas Zentralschweiz
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