Umwelt
Kaum Informationen zu Wasserreserven

Baarer Firma kritisiert Bund wegen fehlender Wasser-Daten

Wer nutzt wie viel Wasser? Fragen, zu denen der Bund keine Antwort geben kann. (Bild: Pixabay)

Wegen der Trockenheit im Sommer haben bereits einige Gemeinden zum Wassersparen aufgerufen. Ein Umstand, der sich häufen dürfte. Der Bund hat jedoch kaum Daten für die «Planung der Wasserressourcen», moniert eine Baarer Firma.

Wassersparen – für viele im Wasserschloss Schweiz bis anhin unvorstellbar. Der Hitzesommer hat die Reserven in einigen Luzerner Gemeinden jedoch stark beansprucht, weshalb sie zum Sparen aufgerufen haben (zentralplus berichtete). Wasserexperten rechnen damit, dass solche Situation künftig häufiger vorkommen, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt.

In einem Aktionsplan zu Folgen des Klimawandels von 2020 geht der Bund zwar davon aus, dass die Schweiz auch in Zukunft noch genügend Wasser habe. Die Jahresabflussmengen nähmen jedoch ab, da das Wasser mehr verdunste und die Gletscherschmelze zurückgehe. Zudem verschieben sich die saisonalen Niederschläge. Künftig dürfte es im Winter mehr und im Sommer weniger regnen – womit es während Hitzesommer vermehrt zu Trockenheit kommt.

Monitoring wäre wichtig – doch die Daten fehlen

Rolf Weingartner, emeritierter Professor für Hydrologie, weist deshalb auf die Wichtigkeit eines schweizweiten Wassermonitorings hin. Doch wie der Bund im Aktionsplan selbst einräumt, ist die Schweiz davon weit entfernt. Es werden kaum bis keine Daten über die Wasserentnahme erhoben – jeder Kanton handelt unterschiedlich.

Einen Umstand, den unter anderem die Baarer Firma Rittmeyer in einem Whitepaper stark kritisiert. Damit könnten der Bund und die Kantone kaum potenzielle Risikogebiete identifizieren. Sie schlägt deshalb die Schaffung einer offenen Plattform vor, auf der alle relevanten Daten zusammenlaufen. Unter anderem auch aus Eigeninteresse: Sie stellt Geräte zur Erfassung und Abrechnung des Wasserverbrauchs her.

Ganz abwegig scheint die Forderung der Firma jedoch nicht zu sein. Gemäss dem Nachrichtenportal habe der Bund das Bundesamt für Umwelt aufgefordert zu prüfen, welche Daten zur Wassernutzung mit geringem Aufwand erhoben werden könnten.

Verwendete Quellen
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