Umtrunk der Zuger Regierungsräte auf Kosten des Kantons?
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Regierungsräte im Kreuzfeuer der Kritik Umtrunk der Zuger Regierungsräte auf Kosten des Kantons?

2 min Lesezeit 22.03.2018, 19:24 Uhr

Gemäss diversen Zeitungen sollen die vier Zuger Regierungsräte Hürlimann, Villiger, Schleiss und Tännler einen privaten «grösseren Umtrunk» genossen haben. Die Rechnung sollen sie dem Kanton zugestellt haben. Die Regierungsräte nehmen nach einem kleinen Antrag der Grünen Stellung.

Die Grünen Zug hat aufgrund diversen Berichterstattungen der Fasnachtszeitung «Füürhorn» und der «Zuger Zeitung» Wind davon bekommen, dass die Zuger Regierungsräte Hürlimann, Villiger, Schleiss und Tännler nach einer Regierungsratssitzung einen «grösseren Umtrunk» genossen haben sollen.

Die Rechnung in Höhe von 1’200 Franken hätten sie dem Landschreiber zugestellt. Dieser habe die Rechnung an den Absender zurückgeschickt. 

Die Grünen Zug seien «überrascht über diese Geschichte und goutiere solches Handeln nicht», heisst es in einem Regierungsratsbeschluss vom 13. März, nachdem die Grünen Zug eine Kleine Anfrage eingereicht haben.

Der Regierungsrat sei zwar der Ansicht, dass es nicht zu seinen Aufgaben gehöre, Fasnachtszeitungen zu kommentieren. Man solle sich eher auf andere strategische Aufgaben konzentrieren. Aber: Der Fall, dass vier Zuger Regierungsräte auf Kosten des Kantons Geld vertrunken haben, stelle eine Ausnahme dar.

Regierungsrat: «Jederzeit korrektes Verhalten»

Der Regierungsrat meint in einem Schreiben, dass der geschilderte Fall nicht der Realität entspreche. Die Rechnung sei zur Begleichung nicht dem Kanton Zug zugestellt worden oder gar verrechnet worden. Die Rechnung sei «selbstverständlich privat bezahlt, weil es sich um einen privaten und den Kanton nicht betreffenden Anlass mit Gästen handelte».

Die genannten Regierungsräte möchten festhalten, dass sie ein Anrecht auf Privatsphäre haben und «jederzeit ein korrektes Verhalten an den Tag gelegt haben».

Die Beantwortung von zwei weiteren gestellten Fragen erachten die Regierungsräte als obsolet. («Wie verhält sich dieses Verhalten mit dem Sparwillen, den die Regierung in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat?» und «Ist der Regierungsrat der Ansicht, dass solch eigennütziges Verhalten das Miteinander und das Vertrauen seitens des Kantonsrats sowie der Bevölkerung in den Regierungsrat fördert?»

Insgesamt habe der Vorstoss der Grünen «klar übers Ziel» hinaus stosse.

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