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Überrissen: Bürgenstock-Resort heuscht 50 Franken für ein Retourbillett
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Übersicht über das Bürgenstock-Resort, Stand März 2017. (Bild: zvg)

Standseilbahn nicht im öV-Angebot integriert Überrissen: Bürgenstock-Resort heuscht 50 Franken für ein Retourbillett

2 min Lesezeit 17.06.2017, 13:54 Uhr

Wer ab Ende August mit der sanierten Standseilbahn von Kehrsiten auf den Bürgenstock fahren will, muss tief in die Tasche greifen. Ohne Ermässigung wird das Retourbillett 50 Franken kosten, berichtet das SRF-Regionaljournal Zentralschweiz.

Das Luxus-Hotelresort will zwar für alle offen sein. Doch wer hinauf will, muss tief in die Tasche greifen.

Die Betreiber des Hotelresorts begründen im SRF-Beitrag den hohen Preis mit der fehlenden Integration der Bahn ins Angebot des öffentlichen Verkehrs. Früher war die Bürgenstock-Bahn Teil des öV-Netzes gewesen. Mit einem GA oder einer Tageskarte konnte man gratis auf den Berg hinauf fahren.

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Preisen nicht subventioniert

Sie hätten diese Integration in den öV gewünscht, erklärte Projektleiter Bruno Schöpfer gegenüber dem Radio. Trotz langer Verhandlungen habe man sich jedoch nicht gefunden. «Das ist uns nicht gelungen», sagt Schöpfer, «deshalb sind die Preise nicht subventioniert und wir mussten einen relativ hohen Preis für die Bahn ansetzen».

Ein Retourbillett wird ohne Ermässigung 50 Franken kosten. Mit dem GA oder Halbtax zahlt man 25 Franken. Das Resort gewährt diese Vergünstigung auf eigene Rechnung, die Bahnbetreiberin erhält nichts aus dem öV-Topf.

Fürs Schiff von Luzern nach Kehrsiten werden GA-Besitzer nichts bezahlen, aber anschliessend für die fünfminütige Fahrt in die Tasche greifen müssen. Begründet wird dies vom Resort damit, dass man Investitionen von 15,5 Millionen Franken in die neue Standseilbahn amortisieren muss. Zudem bevorzugt das Resort Personen, die in den Hotels übernachten – und nicht nur «Gwundrige».

Wie andere Bergbahnen auch

Laut Stefan Schulthess, Direktor der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee, hätte die SGV gerne gesehen, wenn das GA akzeptiert worden wäre. Die Hotelbetreiber hätten sich aber, wie viele Bergbahnen, für diesen Weg entschieden.

Ein Schlupfloch lässt das Hotelresort dennoch offen: Hotel- und Konferenzgäste sollen gratis oder viel günstiger hinauffahren können. Das «Regionaljournal Zentralschweiz» berichtet ebenfalls, dass Leute die im Restaurant essen oder ein Spa besuchen, ebenfalls in diesen Genuss kommen.

Wem das alles zu teuer ist, dem bleibt immer noch die Fahrt mit den Postauto auf den Bürgenstock.

 

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