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Überraschung: Deville erhält eigene TV-Show
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Bald gibts dieses Gesicht regelmässig im SRF zu sehen. (Bild: jav)

Der Luzerner Kabarettist startet durch Überraschung: Deville erhält eigene TV-Show

3 min Lesezeit 20.01.2016, 15:27 Uhr

Der Luzerner Dominic Deville erhält eine eigene Sendung beim Schweizer Fernsehen. Und bereits wird gemunkelt, man wolle ihn damit als möglichen Nachfolger für «Giacobbo/Müller» testen. Deville selbst ist völlig entspannt, obwohl die Besprechung seiner Testsendung noch aussteht.

Das Telefon von Dominic Deville klingelt gerade ständig. Denn seit kurzem ist bekannt, was Deville schon seit Monaten plant – eine eigene Sendung im Schweizer Fernsehen. Zwei Staffeln à circa fünf Sendungen werden dieses Jahr mit dem Luzerner Kabarettisten über die Bildschirme flimmern.

Im Frühling kommen gleich drei neue Formate ins Freitagabend-Programm von SRF 1. In «Müslüm-TV» begleitet das Publikum den Anti-Helden Müslüm beim Versuch, sich in die Schweizer Medienwelt einzuarbeiten. In der Late-Night-Comedy «Deville» wird Dominic Deville seine Sicht auf die Schweiz und die Welt erklären. Und in «Headhunter» begrüssen Anet Corti und Michel Gammenthaler zwei bekannte Persönlichkeiten, um sie als Anwärter auf einen neuen Job zu prüfen – mit knallharten Fragen.

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Sendung wohl als Probelauf

Deville wird auch als Nachfolger von «Giacobbo/Müller» in Betracht gezogen. Denn bald sind die Witze über Mike Müllers Übergewicht oder Viktor Giacobbos Segelohren im SRF Geschichte. Per Ende 2016 entsteht in der Sparte Humor damit eine grosse Lücke. Derzeit ist noch unklar, wer die Leute am Bildschirm in Zukunft zum Lachen bringen soll. «Über die Programmierung auf dem Sendeplatz von ‹Giacobbo/Müller› ist noch nicht entschieden. Dies wird im Laufe des Jahres passieren», sagt Rolf Tschäppät, Bereichsleiter Comedy & Quiz bei SRF, zu «20 Minuten».

«Es ist die Freude, die überwiegt.»
Dominic Deville

Wird Deville übernehmen?

Deville bestätigt zentral+, bereits die Testsendung für den Freitagabend vor Publikum aufgenommen zu haben. Ob jedoch eine der drei neuen Freitagabend-Sendungen schlussendlich die «offizielle» Nachfolge von Giacobbo/Müller übernehmen werde, sei noch völlig offen. «Erstmal geht es um die zwei Staffeln für den Freitagabend. Ob anschliessend einer, zwei, alle drei oder niemand von uns weiterhin einen Sendeplatz haben wird, wissen wir nicht.» Auch das SRF halte sich dazu bedeckt.

Die genaue Besprechung der bereits aufgezeichneten Testsendung stehe noch aus. «Ob Musik dazukommt, ob es Einspieler geben wird und ob ich mit einem Sidekick arbeiten werde, das alles steht noch komplett offen.» Da die Sendung wochenaktuell sein wird, werden auch keine thematischen Schwergewichte vorgegeben. Grundsätzlich seien die bisherigen Rückmeldungen auf den Test aber sehr positiv ausgefallen. Erste Erfahrungen am TV hat Deville ja auch bereits gemacht – so war er etwa schon bei «Giacobbo/Müller» zu sehen.

 

Die Aufregung bei Deville hält sich Grenzen. «Die Ausstrahlungen sind ja noch einige Monate entfernt. Zudem ist es die Freude, die überwiegt.» Nach Jahren als Alleinunterhalter sei es grossartig, nun in einem tollen Team arbeiten zu können. «Es geht einen Schritt weiter auf der Treppe.»

Allein wird Deville aber nicht auf der Bühne stehen. Als Sidekick wird ihn der bekannte Musiker und Kabarettist Manuel Stahlberger begleiten. «Er denkt komplett anders als ich. Gerade deshalb wählte ich ihn aus», sagt Deville.

zentral+ hat Deville auf dem Radar

Dominic Deville ist kein Unbekannter. zentral+ berichtete bereits ausführlich über den Luzerner Comedian:

Die schlechteste Grimasse der Kleinkunstszene: Der Luzerner Kabarettist Dominic Deville findet sich selbst unreflektiert und die Stadt Luzern zu kitschig. Deshalb lebt er in Zürich, macht viel Theater und niemals Videos. Im 50-Fragen-Interview verrät er, weshalb er selten Pornos schaut und worüber er nicht lachen kann. (Im September 2015)

Der Punk, den die Kinder erschrecken: Der Luzerner Schreihals Dominic Deville tourt lautstark durch die Schweizer Kleintheaterbühnen – mit einer Mischung von Punk-Rock-Attitüde und Kindergarten. Das Publikum darf eine schaurig laute Märchenstunde erwarten, ein Plädoyer gegen die Angst und das Erwachsensein. (Im November 2014)

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