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Über 1’000 Emmer an Online-Umfrage teilgenommen
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Wie soll sich die Gemeinde Emmen in Zukunft entwickeln? (Bild: les)

Wie soll sich Emmen künftig entwickeln? Über 1’000 Emmer an Online-Umfrage teilgenommen

3 min Lesezeit 13.08.2019, 14:55 Uhr

Mehr als 1’000 Menschen haben sich bei einer Online-Umfrage zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde Emmen geäussert. Die Befragten sind sich einig. Sie fordern, dass Grünflächen und Landschaftsräume erhalten bleiben. Neubauten sollten nur in den bestehenden Bauzonen entstehen.

Von Mai bis Juni führte die Gemeinde Emmen eine Online-Umfrage zur Ortsplanungsrevision durch. 1’072 Personen aus der Bevölkerung und Kreisen, die an Emmen interessiert sind wie Grundeigentümer und Arbeitnehmer, konnten sich zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde Emmen äussern.

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Erwartet wurde, dass knapp 500 Personen an der Umfrage teilnehmen – mehr als doppelt so viele haben schlussendlich mitgemacht. Die Gemeinde Emmen spricht von einem «repräsentativen Abbild», dass sich aus der Umfrage ergibt. 80 Prozent der Befragten wohnen in Emmen, rund 74 Prozent sind in Emmen stimmberechtigt.

Die Emmer und Emmerinnen sind sich einig

Erstaunlich sei, dass die Ergebnisse weitgehend einheitlich seien. Wo Differenzen auftraten, stünden nachvollziehbare Bedürfnisse dahinter, teilt die Gemeinde mit. Beispielsweise seien es eher Familien, die sich Spielplätze wünschen oder Mieter, die weniger deutlich dagegen seien, Bauland einzuzonen.

«Die Resultate unterstreichen zudem den Konsens über alle Teilnehmenden hinweg, wie sich Emmen in den nächsten 15 Jahren entwickeln soll», heisst es weiter. «Die Vision des qualitativen Wachstums wird ebenso geteilt wie die Forderung nach einer punktuellen Verbesserung der Lebensqualität in Emmen.»

Grünflächen sollen bleiben

Die wichtigste Forderung sei, dass Grünflächen und Landschaftsräume in Siedlungsgebieten erhalten bleiben. Neubauten sollten nur in bestehenden Bauzonen entstehen.

Emmen soll zudem sowohl Massnahmen treffen, um Arbeitsplätze zu erhalten als auch attraktiver für neue Arbeitsplätze werden, würden die Ergebnisse weiter zeigen.

Wohnquartiere sollen bleiben, wie sie sind

Das städtebauliche Gesamtkonzept soll eine hochwertige Verdichtung in den Zentrumszonen ermöglichen und somit neuen Raum für Wohnen und Arbeiten schaffen. Die Wohnquartiere sollten hingegen sollen möglichst erhalten bleiben, wie sie sind. Die Gemeinde fühle sich in ihrer bisherigen Stossrichtung bestätigt.

Aufwertung der Achse Seetalplatz bis Sprengi

In der Umfrage habe sich gezeigt, dass eine Aufwertung der Achse Seetalplatz bis Sprengi befürwortet werde. Die Emmerinnen und Emmer wünsche sich mehr Bäume und mehr Sicherheit für Velofahrer und Fussgänger. Aber auch einladende Bebauungen, eine Fussgängerzone und Plätze, an denen Veranstaltungen und verschiedene Aktivitäten stattfinden können. Auch für die Seetalstrasse im Gebiet Meierhöfli wünschen sich die Teilnehmenden eine Aufwertung mit mehr Aufenthaltsqualität.

Ebenfalls ein grosses Anliegen sei die Aufenthaltsqualität von Sprengi- und Sonnenplatz. 83 Prozent der Befragten möchten, dass der Sonnenplatz zukünftig mehr zum Verweilen einlade und die Verbindung zu Bus und Bahn verbessert werde.

Überraschung beim Wohnraumbedarf

Eine erstaunlich geringe Zustimmung hätten generell Fragen rund um den Wohnungsbau und soziale Fragen erzielt. Aus Sicht der Emmerinnen und Emmer sei die Förderung des Wohnungsbaus für den gehobenen Mittelstand weniger wichtig, als erschwinglichen Wohnraum zu fördern.

Auch eine bessere soziale Durchmischung stelle für die Befragten kein prioritäres Anliegen dar. Im Vergleich dazu würden die Teilnehmer dem attraktiven Wohnraum für Familien innerhalb dieser Fragestellungen die höchste Relevanz gutheissen.

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