Typische Männer- und Frauenberufe? Das will die Stadtluzerner SP verhindern
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Rollenbilder über die Geschlechter beeinflussen, welche Berufe Mädchen und Jungs für sich als passend erachten, so die beiden SP-Grossstadträtinnen. (Symbolbild: Unsplash/Maxime)

Geschlechtsneutrale Berufsberatung Typische Männer- und Frauenberufe? Das will die Stadtluzerner SP verhindern

2 min Lesezeit 7 Kommentare 14.03.2021, 14:50 Uhr

Rollenbilder über die Geschlechter würden die Vorstellungen prägen, die Mädchen und Jungen über Berufe entwickeln, welche sie für sich als richtig und passend auswählen. Deswegen wollen die beiden Luzerner SP-Grossstadträtinnen Regula Müller und Tamara Celato wissen, was der Stadtrat tut, um Einfluss auf eine geschlechtsneutrale Berufsorientierung zu nehmen.

Wie kann die geschlechtsneutrale Berufsorientierung gestützt werden? Das wollen die beiden SP-Grossstadträtinnen Regula Müller und Tamara Celato namens der SP-Fraktion wissen.

Rollenbilder über die Geschlechter würden die Vorstellungen prägen, die Mädchen und Jungen über Berufe entwickeln, welche sie für sich als richtig und passend auswählen. «Viele Berufe gelten nach wie vor als typische Frauen- oder Männerberufe», so die Interpellantinnen. Angesichts dieser Zuschreibungen überrasche es nicht, dass sich die Berufswahl junger Frauen und Männer nach wie vor unterscheidet. Die Konsequenzen: Potenziale von Schülerinnen und Schüler würden häufig ungenutzt bleiben und zukunftsweisende Berufsperspektiven versperrt. Den Betrieben würden qualifizierte Bewerberinnen verloren gehen.

Sowohl für junge Menschen als auch für Arbeitgeber wichtig

«Eine gendersensible Berufsorientierung und -beratung ist somit gleichermassen für Mädchen, Jungen und auch Arbeitgebende von grosser Bedeutung», schreiben Regula Müller und Tamara Celato in ihrer kürzlich eingereichten Interpellation. Junge Menschen sollten darin unterstützt werden, ihre individuellen Potenziale und Talente auszuschöpfen.

Mit ihrer Interpellation wollen die beiden Politikerinnen wissen, ob die Stadt Luzern Daten zur Berufswahl geschlechtsspezifisch erhebe und diese auswerte und welche Schlussfolgerungen der Stadtrat aus diesen Analysen zieht. Weiter wollen sie wissen, wo der Stadtrat Möglichkeiten sieht, Einfluss auf die geschlechtsneutrale Berufsorientierung zu nehmen und diese weiterzuentwickeln.

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7 Kommentare
  1. Setzen, sechs!, 14.03.2021, 17:23 Uhr

    Bei den Hebammen fordere ich dringlich eine 50% Männerquote. Und eine Quote, dass die gebärenden Frauen, diese unter Strafandrohung auch praktizieren lassen müssen!
    Schöne, neue Welt ich heisse dich fiebrig und wachträumend willkommen…

    1. Peter Bitterli, 15.03.2021, 12:34 Uhr

      Das ist der richtige Weg. Gerade in dieser Branche kann man/frau Zeichen setzen. Für die Stadt heisst das 200 Stellenprozent für die Förderung des Aufbaus des Männerkontingentes an Hebammern. Noch einmal soviel für die Abwicklung überschüssiger Hebammen. Dazu mindestens 300% für die Zuteilung von Ammen und Ammern inklusive Kontrolle und gegebenenfalls Sanktinierung von Ammernleugnerinnen. Weil dann schon mindestens 7 Personen zusammenstehen, braucht es natürlich auch eine Gleichstellungs- und eine Genderbeauftragte.

  2. Maya, 14.03.2021, 15:31 Uhr

    Es überrascht nicht weil sich Mädchen und Buben, zum Glück, nach wie vor unterscheiden.

    Daran wird auch die SP nichts ändern.

    1. lucifer, 15.03.2021, 05:49 Uhr

      also ich finde die ueberlegung zeitgemaess und richtig. bin froh habe ich frau mueller gewaehlt, sie vertritt meine interessen vollumfaenglich. bravo! 😍

  3. Peter Bitterli, 14.03.2021, 15:29 Uhr

    Dieses Parlament dreht zunehmend leer. Man bestätigt sich nurmehr gegenseitig in dem bedeutungslosen bis schädlichen ideologischen Unfug, an den die postmoderne Linke glaubt, die im übrigen nichts, aber auch gar nichts mit der traditionellen Linken zu tun hat. Allein schon an theoretischer Substanz ist dermassen nichts vorhanden, dass das ganze Nachtschattengewächs absehbarst verblüht sein wird. Kein genuines Elektorat wird irgendetwas vermissen.

    1. Rudolf 1, 15.03.2021, 04:50 Uhr

      Geschlechtsbezogene Vorurteile und Fehlannahmen bei der Berufsberatung führen in vielen Fällen zu einer falschen Berufswahl. Das könnte man verhindern. Der Vorstoss der zwei SP-Frauen ist deshalb nötig. Das Ablegen in die «linke» Schublade ist nicht hilfreich.

    2. Peter Bitterli, 15.03.2021, 08:22 Uhr

      Ist ja völlig logisch, dass krampfhafte Beflissenheit, keine „geschlechtsbezogenen Vorurteile“ zu haben, zu noch viel mehr Falschberatungen führen würde, falls denn solche überhaupt „in vielen Fällen“ vorkommen. Wenn aber wiederum diese Behauptung wahr ist, dann sollte man die ganze Berufsberatung besser gestern als morgen abschaffen. Hier wird ja so getan, als wäre so eine Beratung ein Berufsbefehl staatlicherseits, was wiederum tief in die linken Beamtenseelen blicken lässt.

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