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Turbulenzen bei sozialer Zuger Institution
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Die Institution Consol steht in der Kritik. (Bild: Google maps)

Heftige Kritik an Consol-Führung Turbulenzen bei sozialer Zuger Institution

2 min Lesezeit 14.09.2019, 10:09 Uhr

Gegen den Geschäftsführer der sozialen Zuger Institution werden schwere Vorwürfe erhoben. Dieser weist die Vorwürfe zurück. Die Zuger Regierung untersuchte die Vorfälle.

Der Geschäftsführer sowie der Vorstand der sozialen Institution Consol stehen arg in der Kritik. Mehrere ehemalige Angestellte erheben in der «Zuger Zeitung» Vorwürfe. Sie berichten anonym und teils traumatisiert über die Vorgänge, die sie vor dem Abgang erlebt haben. Die Rede ist von einem schreienden Chef, Loyalitätsfragen nach sachlicher Kritik, und einem wegschauenden Vorstand. Das Fehlen einer Streit- und Diskussionskultur wird von fast allen Ex-Angestellten bemängelt.

Im letzten Jahr sei die Situation den Berichten nach eskaliert. Mehrere Betriebsleiter hätten Consol in eine autonome, moderne Institution überführen wollen. Der Geschäftsführer hatte dies verhindert und die Entscheidungsdiskussionen in die Geschäftsstelle verlegt.

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Angeschuldigte bestreiten Vorwürfe oder schweigen

Trotzdem wurde der Prozess von einigen Betriebsleitern mit einer externen Organisationsberatung und gemeinsam mit dem Geschäftsführer angegangen. Noch vor dem ersten Treffen sei ein Betriebsleiter aber entlassen und freigestellt worden, was zu einem Bruch führte.

Der Geschäftsführer sagt zu den Vorwürfen: «Die Aussagen entsprechen nicht der Wahrheit oder sind stark verzerrt. Wir betrachten sie als rufschädigend und werden deshalb rechtliche Schritte prüfen. Davor nehmen wir im Detail nicht Stellung.»

In der Kritik steht auch der Vorstand, der bei den Problemen einfach weggeschaut haben soll. Der Präsident des Vorstands will sich aber auch nicht äussern.

Regierung prüfte Führungsthematik

Der Kanton Zug, der eine Leistungsvereinbarung mit Consol hat, äussert sich hingegen. «Der Geschäftsführer hatte uns über den Konflikt von Ende 2018 informiert», erklärt der zuständige Regierungsrat Andreas Hostettler. «Wir haben das nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern wollten wissen, was dahinter steckt.» Man liess die Führungsthematik extern überprüfen.

«Das Resultat dieser Überprüfung hat ergeben, dass die Haltung und Arbeitsweise der Geschäftsleitung und der noch angestellten Betriebsleiter und Mitarbeiter dem Auftrag von Consol sehr gut entsprechen und sich an die heute geltenden Standards zur Förderung von Menschen mit Beeinträchtigungen ausrichten», so Hostettler. Die Überprüfung bezog sich insbesondere auf den Konflikt Ende Jahr. Die Vorwürfe der ehemaligen Angestellten reichen teils weiter zurück. Inwiefern der Kanton dies bei der Überprüfung beachtet hat, ist nicht bekannt.

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