Stadt Luzern: «Tschuttiheftli» hat jetzt eine Ausstellung in altem Kiosk
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Der Kiosk an der Horwerstrasse wurde kurzerhand zur Galerie. (Bild: Leserfoto)

Kleine Galerie bei der Allmend Stadt Luzern: «Tschuttiheftli» hat jetzt eine Ausstellung in altem Kiosk

2 min Lesezeit 28.04.2021, 08:45 Uhr

Der Verein «Tschuttiheftli» hat den geschlossenen Kiosk an der Horwerstrasse zu einer Ausstellung umfunktioniert. Dies entdeckte der Quartierverein Obergrund und findet: Das sieht toll aus. Mit dem Projekt hat der Verein nun die Möglichkeit, eine zweimal verschobene Ausstellung endlich umzusetzen.

Eine Luzernerin des Quartiervereins Obergrund hat die Ausstellung des «Tschuttiheftli» im geschlossenen Kiosk Allmend entdeckt, wie sie auf Facebook schreibt. Ein Blick durch das Schaufenster genügt, und schon schauen einem mehrere lustige und aufwendig gestaltete Gesichter und Köpfe an. Weiter können einzelne Plakate erblickt werden. Doch wie kamen sie dort hin?

Verantwortlich für das Projekt ist Silvan Glanzmann. Er ist Vorstandsmitglied des Vereins und klärt auf: «Ich wohne in der Nähe. Deshalb hatte ich die Idee, den Kiosk als kurze Zwischennutzung zu mieten.» Beim Vermieter sei der Vorschlag sofort auf offene Ohren gestossen. Die Ausstellung soll nun bis zum Ende der Europameisterschaften bestehen bleiben. Eingerichtet wurde das Lokal am letzten Freitag.

Wo, wenn nicht in einem Kiosk?

«Wir sind der Meinung, dass ein Kiosk grundsätzlich der ideale Ort für eine Fussballbildli-Ausstellung ist. Denn als Kind kauft man diese ja meistens genau dort», sagt Glanzmann. Und auch die Erfinder der Bildli, die Gebrüder Panini, hätten ihr Unternehmen 1961 in einem ehemaligen Zeitungsstand in Modena ins Leben gerufen.

Dennoch: Kaufen kann man die Luzerner Bildli im alten Kiosk an der Horwerstrasse nicht. Glanzmann begründet dies mit fehlenden Ressourcen. Auch sollen die Werke grundsätzlich von draussen betrachtet werden. «Die kleine Ausstellung soll eine Abwechslung für die Fussgängerinnen und Jogger sein, die dort oft vorbeikommen» hält er fest. Wenn es die Lage zulässt, wolle man vielleicht aber noch eine kleine Vernissage machen.

Eigentlich im Neubad vorgesehen

Aktuell sind die Bildli der drei am Projekt beteiligten Luzerner Künstler ausgestellt. An der Wand hängen die Originalvorlagen von Tanja Skalsky. Diese wurden als Reliefs gestaltet und für die Bildli abfotografiert. «Sie hätten eigentlich bereits im letzten Sommer und zumindest dieses Jahr im Neubad ausgestellt werden sollen. Deshalb sind wir froh, dass es nun tatsätchlich geklappt hat», so Glanzmann.

Das Konzept für die kleine Galerie stamme folglich von Skalsky. Je nachdem zeigt der Verein nach den Luzerner Künstlerinnen später auch noch Werke weiterer am Album Beteiligter.

Die aktuelle Ausgabe des Sammelalbums erschien am 9. April. Es arbeiten insgesamt 24 Künstler aus allen an der EM teilnehmenden Ländern mit. Das Album umfasst 80 Seiten und soll mit 470 Stickern gefüllt werden.

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