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Trotz Schnee und Hitze: Luzerner Wein hat Potenzial
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Die Trauben 2019 waren mehrheitlich gesund, reif und zuckerreich. (Bild: zvg)

Zweitgrösste Ernte nach 2018 Trotz Schnee und Hitze: Luzerner Wein hat Potenzial

2 min Lesezeit 10.12.2019, 11:56 Uhr

Die Witterungsbedingungen forderten die Luzerner Winzerinnen und Winzer 2019 heraus. Der Ertrag pro Fläche und die Zuckergehalte liegen im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Menge war nur im Ausnahmejahr 2018 höher. 

Es war ein schwieriger Beginn in das Weinjahr: Nach einem frühen Austrieb fiel Anfang Mai Schnee, gefolgt von Nächten mit Frost. Ende Juni, kurz nach der Blüte der Reben, erreichte eine erste, Ende Juli eine zweite Hitzewelle die Schweiz. Die Auswirkungen der Hitze und der Trockenheit waren Schäden durch Sonnenbrand und Pilzbefall, wie die Dienststelle Landwirtschaft und Wald mitteilt.

Im Spätsommer und Herbst regnete es deutlich mehr. Der Druck auf die Traubenfäulnis, die Stiellähme und die Kirschessigfliege nahmen zu. Ein Grossteil der Ernte wurde von Ende September bis Anfang Oktober jedoch bei guten Bedingungen eingebracht.

Aus guter Ernte könnte sehr guter Wein werden

Beim Blauburgunder wurden im Durchschnitt 94 Grad Öchsle (Vorjahr: 101), beim Riesling-Silvaner 75 Grad (Vorjahr: 81) gemessen. Den höchsten Wert erreichte die robuste Frühsorte Solaris mit 100 Grad Oechsle. Mit über 90 Grad Oechsle erreichten auch Sorten wie Cabernet Jura, Malbec und Merlot Spitzenwerte. Mit dem Oechslegrad wird der Frucht- und Traubenzuckergehalt gemessen – ein Qualitätsmerkmal der Ernte.

Die gemessenen Zuckergehalte befinden sich auf dem Niveau der vergangenen zehn Jahre, heisst es weiter. Und: «Durch den hohen Reifegrad, die guten Säurewerte und die kühlen Nächte im Herbst ist dennoch das Potenzial für sehr gute Weine gegeben.»

15 Prozent entsprechen dem Bio-Standard

Insegsamt wurden auf 68 Hektaren wurden 428 Tonnen Trauben geerntet. Das sind 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Das sei aber immer noch die zweitgrösste Erntemenge nach dem Rekordjahr 2018.

30 Prozent der Rebfläche wird mit PIWI-Sorten (pilzwiderstandsfähig) und 15 Prozent nach den Richtlinien des biologischen Landbaus bewirtschaftet.

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