Trotz Knappheit: Luzern gibt Impfdosen ab
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Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf gibt 3000 Impfdosen an Nachbarkantone ab. (Bild: jru)

Auch Zug profitiert Trotz Knappheit: Luzern gibt Impfdosen ab

1 min Lesezeit 8 Kommentare 02.02.2021, 19:30 Uhr

Bern und Luzern schicken Impfstoff in andere Kantone. Der Gesundheitsdirektor spricht von einem «Akt der Solidarität» und sieht keinen Nachteil für die eigene Bevölkerung.

Die Kantone Luzern und Bern liefern Impfstoffe an die Kantone Zug, Appenzell Ausserhoden, Glarus, Obwalden, Nidwalden, Solothurn und das Tessin. Dies ist insofern erstaunlich, als das Luzern das Impfzentrum auf der Allmend vorübergehend schliesst – wegen Impfstoff-Knappheit (zentralplus berichtete). Die «Luzerner Zeitung» hat beim Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) nachgefragt, was die Behörden zu diesem Schritt bewogen hat.

Man habe rund 3000 Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer zur Verfügung gestellt, so Graf. Dies, damit Partnerkantone wie Nidwalden, Obwalden oder Zug die nötige zweite Impfdosis zur Verfügung stellen könnten. Als Gegenleistung erhält Luzern die gleiche Anzahl Impfdosen des Herstellers Moderna.

Zweit-Impfung in den Heimen ist sichergestellt

«Was nützt mir ein Kühlschrank mit 3000 reservierten Impfungen, wenn ich ohnehin zuerst die zweiten Impfungen in den Alters- und Pflegeheimen durchführen muss, bevor ich in weiteren Institutionen impfen kann», wird Graf zitiert. Es handle sich «um einen Akt der Solidarität mit den Nachbarkantonen».

Der Impf-Prozess werde dadurch in Luzern auch nicht verzögert. Die zweite Impfung in den Heimen in Luzern sei sichergestellt. Allerdings stünden Luzern ab dem 22. Februar neu 12’300 statt wie bisher eingeplante 11’000 Dosen des Moderna-Impfstoffes zur Verfügung.

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8 Kommentare
  1. Klardenker, 08.02.2021, 17:51 Uhr

    Was für ein nobler Akt der Solidarität! Herr Graf sollte sich doch mit seinen Mitarbeitern (Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger usw.) im LUKS solidarisch zeigen. Die sind zum grössten Teil nicht geimpft und haben jeden Tag Kontakt zu vielen Patienten ohne den Impfschutz und leisten seit geraumer Zeit immense Arbeit im Gesundheitswesen des Kantons. Was ist wenn diese Leute ausfallen bei einer evtl. dritten Welle im März. Kommt dann Herr Graf & Co. Politiker auf die IPS ( Intensiv Pflege Station) und übernimmnt die Aufgaben.

  2. Glanzmann, 08.02.2021, 11:36 Uhr

    Wer sind gelehrt worden begangene Fehler einzugestehen aber gewisse Leute fehlt es offensichtlich oder wegen ihr Stellung sich halt alles erlauben zu können.Ich nehme an Herr Graf werde ja nicht mehr kandidieren ,sonst ist es einfach nicht mehr wählen

  3. Isidora, 03.02.2021, 15:53 Uhr

    Das kommt davon wenn die Politik Medizin macht.

  4. Der Obernauer, 03.02.2021, 08:56 Uhr

    Als Risikopatient im kritischen Alter finde ich diese Aktion des Gesundheitsdirektors sehr eigensinnig. Die erste Impfdosis hilft schon die Ansteckungsgefahr zu minimieren und muss daher dringend an viele Risikopatienten verimpft werden. Nach dem Anmeldungsdesater und der grossyuegigen Verteilung von nicht gebrauchten Dosen weiss ich nun wirklich nicht mehr wo ich eigentlich in der Prioriaet stehe,
    Aber das Ego eines Politikers ist offenbar so wichtig, das Risikopatienten ruhig noch weiter Zuhause eingesperrt sein koennen.

    1. Martin von Rotz, 03.02.2021, 10:22 Uhr

      In der Schweiz sind die beiden Impfstoffe nur gemäss dem Impfplan des Herstellers mit beiden Impfungen innerhalb der vorgesehenen Abstände zugelassen. Die Kantone dürften demnach gar keine Impfungen vornehmen wenn sie die Zweit-Dosis nicht garantieren können. Wenn der Kanton Luzern also momentan Impfdosen hat für welche keine Zweit-Dosen verfügbar sind, dann finde ich die Abgabe an andere Kantone gut und sozial. Aber nur wenn dies zutrifft!!

  5. Daniel Steiner, 03.02.2021, 06:34 Uhr

    Aber Hauptsache Zug und Nidwalden stehen bei der Rangliste ganz oben.

    1. manjaro, 03.02.2021, 09:12 Uhr

      Und was ist falsch, wenn Zug und Nidwalden obenstehen?
      Geht es hier schon wieder um Eifersucht auf den Erolg der anderne Kantone?
      Hat wohl mit der gesundheitlichen Situation wenig zu tun.

    2. Daniel Steiner, 03.02.2021, 11:56 Uhr

      @manjaro
      Es geht darum, dass Nidwalden und Zug wie wild drauf los impften und die Empfehlung des BAG (nur so zu impfen dass beide Dosen an die jeweilige Person verimpft werden können) in den Wind geschlagen haben und jetzt in den Geberkantonen Leute die über eine Impfung froh wären warten müssen. Und das hat sehrwohl mit der gesundheitlichen Situation zu tun

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