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Trotz «Diamant»-Unfall: SGV erzielt Rekordergebnis
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Trotz Diamant-Havarie erreichte die SGV im Jahr 2017 Rekordzahlen. (Bild: bic)

Billettpreise werden nicht erhöht Trotz «Diamant»-Unfall: SGV erzielt Rekordergebnis

2 min Lesezeit 08.05.2018, 12:57 Uhr

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) hat am Dienstag in Luzern das beste Jahresergebnis der Firmengeschichte vorgestellt. Mit einem Umsatz von rund 76 Millionen Franken liegt die Gruppe im 2017 deutlich über dem Vorjahr und auch über dem bisherigen Rekordergebnis von 2015.

Die SGV steigerte 2017 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Millionen Franken auf 75,8 Millionen und erzielte einen Gewinn von 9,5 Millionen Franken (Vorjahr 8,8 Mio.). Per Ende 2017 verfügte die SGV-Gruppe über 9,5 Millionen Franken flüssige Mittel.

Der gute Umsatz ergebe sich unter anderem durch überdurchschnittlich viele Fahrgäste auf den Schiffen, und er kam trotz der Havarie der neuen MS Diamant zustande (zentralplus berichtete). Trotz allem Erfolg war der Gewinn der Schifffahrtssparte der SGV mit 1,6 Millionen Franken etwas kleiner als im Vorjahr.

Im 2017 hat die SGV Investitionen in die Schiffsflotte und in Anlagen von rund 10 Millionen Franken getätigt. «Das gute Ergebnis 2017 und die gute finanzielle Situation der gesamten SGV-Gruppe erlauben es, unsere Investitionen mittelfristig weiterhin vornehmlich mit Eigenkapital zu tätigen», so das Unternehmen in einer Mitteilung. Die SGV-Gruppe beschäftigte im 2017 664 Mitarbeitende.

Die Techniksparte Shiptec hat sich 2017 deutlich verbessert: Sie weist einem Rekordertrag in der Höhe von 20.1 Millionen Franken auf (Vorjahr 18,4 Millionen).

Die SGV-Gruppe soll eine neue Konzernstruktur erhalten, damit sie besser auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet ist. Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Schurter ist der Ansicht, dass die SGV Gruppe mit einer Holdingstruktur ihre strategischen Ziele in den drei unterschiedlichen Märkten Freizeitverkehr, Gastronomie/Hotellerie und Industrie/Schiffbau besser umsetzen könne.

Flagschiff wird revidiert

Das Flaggschiff, das Dampfschiff Stadt Luzern, wird ab Ende 2018 generalrevidiert, das wird gemäss Annahmen rund 12,5 Millionen Franken kosten. An der Generalversammlung des Vereins Dampferfreunde Vierwaldstättersee vom letzten Samstag wurde der SGV dafür eine Unterstützung 4 Millionen Franken zugesprochen.

Im Hinblick auf die geplante Unterschutzstellung dürfe zudem mit einer finanziellen Unterstützung der Kantonalen Denkmalpflege gerechnet werden. Nach erfolgter Generalrevision werde das DS Stadt Luzern per Saison 2021 wieder im Kurseinsatz stehen.

Asiaten bringen moderates Wachstum

Beim Tagestourismus auf dem See erwarte die SGV im 2018 eine stabile Nachfrage und dank dem besseren Franken-Euro-Kurs könne mit einem moderaten Wachstum der ausländischen Gäste gerechnet werden – vor allem aus dem asiatischen Raum, so SGV-Direktor Stefan Schulthess. Auch auf Gruppenstufe erwarte man im 2018 ein leichtes Umsatzwachstum.

Obwohl die letzte Erhöhung der SGV-Tarife bereits vier Jahre zurückliege und die SGV in der Zwischenzeit über 30 Millionen Franken in Schiffsflotte, Stationen und Werftanlagen investiert habe, verzichtet sie auch für 2018 und 2019 auf eine Tariferhöhung.

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