Trotz Corona: Die Sonnenbergbahn in Kriens plant Saisonstart
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Die Sonnenbergbahn will einen Saisonstart auch ohne Unterstützung der Stadt Kriens wagen. (Bild: zvg)

Auf eigenes finanzielles Risiko Trotz Corona: Die Sonnenbergbahn in Kriens plant Saisonstart

2 min Lesezeit 03.03.2021, 13:31 Uhr

Die Corona-Pandemie hat auch dem lokalen Tourismus die Saison verhagelt. Betroffen ist auch die Sonnenbergbahn in Kriens. Darum will sie heuer die Saison eröffnen – auch wenn sie dafür eigene Reserven anzapfen muss.

Der hiesige Tourismus hat es nicht leicht. Corona sorgt nach wie vor für leere Gondeln, Schiffe und Zugabteile. Und damit auch für leere Kassen. Während die angeschlagene Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) mittlerweile eine Lösung für den finanziellen Verlust gefunden hat (zentralplus berichtete), müssen Unternehmen, wie die Sonnenbergbahn in Kriens einen anderen Weg gehen.

Die Betreiber planen derzeit einen Saisonstart auf den 27. März – unter Berücksichtigung von möglichen Erlassen durch die Bundesregierung. Die Winterpause wurde genutzt, um die Anlage aufzufrischen und auch beim Personal aufzustocken. Mit dem Alt-Gallivater René Schwarz wurde ein neuer «Bähnlimann» gefunden, der das Team nach einem Abgang komplettiert. Alles im Lot also? Mitnichten.

Denn die Betreiber der Sonnenbergbahn planen, ihre Saison vorerst ohne finanzielle Unterstützung der Stadt Kriens auf die Beine zu stellen. Wie «Kriens Info» schreibt, würden sie dafür notfalls auch einmalig auf ihre Reserven zurückgreifen. Das aktuell budgetlose Kriens könnte frühestens zu den Sommerferien hin ein neues Budget umsetzen. Und sollte die Sonnenbergbahn darin nicht berücksichtigt werden, hätte das «einschneidende Konsequenzen», wie es weiter heisst.

Alles auf Risiko

Für die Sonnenbergbahn ist dieser Schritt vielleicht auch eine Flucht nach vorne. Denn die momentane Finanzlage der Stadt Kriens sieht alles andere als rosig aus. Und im vergangenen Jahr gab der Krienser Finanzdirektor Franco Faé bekannt, dass die Stadt für Sparmassnahmen, wenn nötig, bis zum Äussersten gehen müsste.

Heisst konkret: Im Extremfall könnten der Sonnenbergbahn die jährliche Unterstützung von rund 200’000 Franken durch die Stadt Kriens wegfallen – und damit vielleicht das Ende der 120-jährigen Bergbahn einläuten (zentralplus berichtete). Bleibt also zu hoffen, dass sich durch den geplanten Saisonstart genügend Leute von den «Bähnlimanne» auf den Sonnenberg fahren lassen, um diese Gefahr abzuwenden.

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