Trotz Absagen: Die neue Fasnachts-Plakette ist da
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Die Fasnachtsplakette 2021. (Bild: LFK)

Vom Künstler Roger Stalder Trotz Absagen: Die neue Fasnachts-Plakette ist da

2 min Lesezeit 3 Kommentare 11.11.2020, 11:11 Uhr

Ein Narr, ein Huereaff und eine Tuba: Der Surseer Künstler Roger Stalder hat die Plakette zur kommenden Fasnacht kreiert. Auch wenn diese in der Öffentlichkeit kaum stattfinden wird, hofft das Lozärner Fasnachtskomitee auf ein Zeichen der Solidarität.

Während in den vergangenen Wochen bezüglich der Luzerner Fasnacht hauptsächlich Absagen die Schlagzeilen dominierten, gibt es nun endlich etwas erfreulichere News. Denn das Lozärner Fasnachtskomitee (LFK) hat am Mittwoch die Plakette 2021 vorgestellt.

Gewonnen hat Roger Stadler aus Sursee. Seine Kreation zeigt einen Narren, der die Fasnacht in Form eines Huereaffes und eine Tuba umarmt. Diese Geste soll symbolisch für die Solidarität der Fasnächtler in Coronazeiten stehen. Der Huereaff soll gleichzeitig auch auf den 70. Geburtstag des LFK hinweisen.

Zwar wird die breite Masse die Plakette an der nächsten Fasnacht wohl kaum grossartig zur Schau tragen können – Urknall, Umzüge und Strassenfasnacht sind wegen der Pandemie abgesagt. Einen Grund, sie dennoch zu kaufen, hat das LFK aber trotzdem gefunden: Mit dem Erlös, mit dem normalerweise auch die Umzüge finanziert werden, sollen Fasnachtsschaffende unterstützt werden.

Die Plaketten 2021

Das sind die Angebote des LFK:

  • Plakette aus Kupfer: 8 Franken
  • Plakette aus Silber: 10 Franken
  • Nummerierte Goldplakette: 80 Franken
  • Goldpin: 80 Franken
  • Silberpin: 20 Franken
  • LFK-Goldkombi (Plakette und Pin): 130 Franken

Die Plaketten und das Magazin werden an ausgewählten Samstagen im Januar auf der Strasse verkauft. Alle Produkte können auch online bestellt werden.

Gleichzeitig lanciert das LFK ein über 120-seitiges Fasnachts-Magazin. «Wenn wir schon nicht wie gewohnt die Fasnacht 2021 geniessen können, liefern wir die Fasnacht nach Hause», so LFK-Präsident Dani Abächerli. Das Magazin enthält Berichte rund um die rüüdigen Tage von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Lanciert wird es Ende Dezember, kosten soll es 15 Franken (mit dem Kauf einer Plakette oder eines Pins noch 10 Franken).

Über den Sieger des Plaketten-Wettbewerbs

Roger Stalder ist 1972 in Sursee geboren und aufgewachsen. Als Holzbildhauer restaurierte er nach seiner Ausbildung mehrere Jahre Kirchenfiguren, gleichzeitig besuchte er die Kunstgewerbeschulen Luzern und Bern. 2005 eröffnete er schliesslich sein eigenes Atelier. Fasnachts-Accessoires – vor allem Masken – gehören hauptsächlich zu seinen Kreationen.

Stadler war auch in Fasnachtsgruppen aktiv, bei den Sooregosler Oberchöuch lernte er vor knapp 30 Jahren seine jetzige Frau kennen.

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3 Kommentare
  1. CScherrer, 11.11.2020, 12:08 Uhr

    Gerade etwas befremdlich, auch etwas besorgniserrend. Satire in schweren Zeiten. Unternehmen, KMUs, Kunstschaffende am Rande des Konkurses. Arbeitnehmer verlieren ihren Job und das LFK macht kunterbunt da weiter, wo es aufgehört hat.
    Schon ironisch, dass mit dem Erlös Fasnachtsschaffende, welche mit ihren überteuerten „Grinden“ jahrelang die Guuggenmusigen über den Tische gezogen haben, vom LFK ein Almosen erhalten sollen. Das kann man machen, muss man aber nicht. Das wäre Aufgabe des Staates und nicht die Aufgabe des LFK. Vermutlich ein weiterer Furz der FDP und SVP-Vertreter im LFK, welche lieber die grossen Konzerne mit Steuergeschenken belohnen, als denjenigen zu helfen, die Hilfe wirklich nötig haben.

    1. Toni W., 11.11.2020, 13:52 Uhr

      Wow was für ein Kommentar.
      Das Unterstützen von Kleinkünstlern mit Grosskonzernen in Zusammenhang zu bringen muss man zuerst einmal schaffen. Wie Sie argumentativ irgendwie von A nach B kommen wollen schreiben Sie natürlich nicht.

      Falls Sie überteuerte Grinden gekauft haben sind Sie einzig und alleine selbst Schuld. Oder zwingt sie jemand dazu und hält Sie davon ab Ihren Grind selbst zu basteln? Ganz sicher nicht.

      Ich jedenfalls untersütze gerne Künstler die mir als ehemaligem Fasnächtler in der Vergangenheit tolle Arbeit geliefert haben und freue mich auch über Satire in diesen Zeiten.

      „Kann man machen muss man aber nicht“ gilt auch für unkonstruktive frustrierte Kommentare. In was für einer Zeit leben wir eigentlich wo jeder seinen Frust an anderen auslassen muss. Investieren sie Ihre Energie doch besser in etwas Positives und unterstützen sie Dinge für Sie wichtig und lassen Sie andere Leute dies auch tun.

    2. CScherrer, 12.11.2020, 15:28 Uhr

      @Toni W: Man sollte schon Satire verstehen, bevor man Unsinn schreibt.

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