Trifft Sorgic, punktet der FCL – mit einer Ausnahme
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Zwei Tore in drei Spielen dieses Jahres für den FC Luzern: Die Form von Mittelstürmer Dejan Sorgic passt. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Der Mittelstürmer macht wichtige Tore Trifft Sorgic, punktet der FCL – mit einer Ausnahme

3 min Lesezeit 12.02.2021, 15:27 Uhr

Dejan Sorgic und der FC Luzern: Diese Erfolgsgeschichte muss erst noch geschrieben werden. Nicht mal dann, wenn der 31-jährige Goalgetter seinen Job erledigt, ist sein Arbeitgeber frei von sportlichen Sorgen. Am Sonntag gastiert der Tabellenletzte Vaduz beim abstiegsbedrohten FCL.

Am 9. April 2007 gibt Dejan Sorgic sein Debüt für die Luzerner, die in Aarau 1:4 verlieren. Der gebürtige Serbe ist damals erst siebzehneinhalb Jahre alt, gehört der U21 an und gilt als grosses Talent.

Ab Sommer 2009 ist er Teil des Luzerner Fanionteams, 2013 geht Sorgic. Seit seinem ersten Einsatz für den FCL sind nicht viele Einsätze dazu gekommen. Elf sind es ganz genau. Und nicht ein einziger Torerfolg. Verschiedene Verletzungen haben den Zuger in seiner Entwicklung gestoppt.

Im letzten Oktober ist der mittlerweile 31-Jährige mit einem gültigen Vertrag bis 2023 zum FC Luzern zurückgekehrt. Als Hoffnungsträger. Über Schaffhausen, Kriens, Thun und Auxerre hat er seine Profikarriere doch noch in Schwung gebracht. Vor allem im Dress der Berner Oberländer, einem Aussenseiter in der Super League, sorgt Dejan Sorgic als Torjäger für Aufsehen.

Auf Platz 5 der nationalen Bestenliste

Auch bei den Luzernern macht er das, wofür er bezahlt wird: Der flinke Stürmer schiesst Tore. Sieben an der Zahl in 15 Meisterschaftsspielen. Damit rangiert er auf Platz 5 in der nationalen Bestenliste.

«Keine schlechte Quote», ordnet Dejan Sorgic selber ein. Die aktuelle Nummer 1 ist Basels Artur Cabral mit 11 Toren in 17 Einsätzen.

«Wir besitzen ja nach wie vor die Chance, diese Geschichte positiver zu gestalten.»

FCL-Stürmer Dejan Sorgic

Kein Luzerner trifft öfters als Sorgic. Von den aktuell 27 Toren des FCL gehen gut ein Viertel auf sein Konto. Doch das sportliche Glück hat Dejan Sorgic auf der Allmend nach wie vor nicht gefunden. Der FCL ist in Abstiegsgefahr und liegt bloss zwei Punkte vor dem Tabellenletzten Vaduz, dem nächsten Gegner.

Aber warum ist es mit Sorgic und dem FCL nach wie vor wie verhext? «Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, darum kann ich es auch nicht erklären», entgegnet er. «Aber wir besitzen ja nach wie vor die Chance, diese Geschichte positiver zu gestalten.»

Mit Sorgic-Tor 12 von 17 Punkten geholt

An ihm soll es nicht liegen. Denn es gilt die Regel: Trifft Sorgic, punktet der FCL. 12 der aktuell 17 Punkte sind bei einer Torbeteiligung des Stürmers zusammengekommen. Die einzige Ausnahme bildet das 2:3 gegen YB. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Ohne einen Torerfolg von Dejan Sorgic lief es dem FCL beim 2:0 über Sion am besten. In diesem Heimspiel hat der Angreifer zumindest eine seiner aktuell zwei Torvorlagen geliefert.

«Wir müssen einen viel grösseren Aufwand betreiben als unsere Gegner, um ein Tor schiessen zu können.»

Sonst war da nur noch das 0:0 gegen den FC Zürich. Und das 2:2 gegen Lausanne Ende September. Aber zu diesem Zeitpunkt war der Sorgic-Transfer von Auxerre zum FCL noch nicht über die Bühne gegangen.

«Der Zusammenhang zwischen meinen Toren und den Punkten für den FCL ist mir bislang nicht aufgefallen», sagt Sorgic. «Und er hat ja nicht nur mit mir zu tun. Dazu braucht es jede Menge Unterstützung meiner Teamkollegen.»

FCL-Problem ist nicht die Torproduktion

Aus Luzerner Sicht sehnt man sich wohl einen Torerfolg von Sorgic gegen Vaduz herbei. Für einen ehrgeizigen Goalgetter wie Sorgic ist das aber kein besonderer Ansporn: «Egal, wie der Gegner heisst: Ich will in jedem Spiel treffen», hält er fest.

Dabei hat der FCL derzeit weniger ein Problem mit dem Erzielen als mit dem Kassieren von Toren (zentralplus berichtete). Darum sagt Dejan Sorgic: «Wir müssen einen viel grösseren Aufwand betreiben als unsere Gegner, um ein Tor schiessen zu können.»

Erst wenn es gelingt, dieses Ungleichgewicht aus der Welt zu schaffen, kann aus Sorgic und dem FCL endlich eine Erfolgsgeschichte werden.

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