Trickbetrüger haben es auf iTunes-Karten abgesehen
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Die Betrüger versuchen an die Codes von Gutschein-Karten wie jene von iTunes heranzukommen. (Symbolbild: Flickr)

Zuger Polizei warnt vor krimineller Bande Trickbetrüger haben es auf iTunes-Karten abgesehen

2 min Lesezeit 04.01.2018, 10:47 Uhr

In den letzten Tagen trieben in Zug Betrüger ihr Unwesen – mit einer besonderen Masche. Sie nutzen gefälschte interne Telefonnummern oder geben sich als IT-Mitarbeiter aus und verschaffen sich so Zugang zu Gutschein-Karten. Per Zufall kam ein Polizist ihnen auf die Schliche.

In Zug sind Betrüger mit einem perfiden Trick am Werk. Wie die Zuger Polizei mitteilt, haben sie es auf Läden abgesehen, die iTunes- und andere Wertkarten verkaufen.

Ihr Vorgehen: Sie melden sich telefonisch bei der Verkaufsfiliale. Dabei geben sie sich als IT-Mitarbeiter von Drittfirmen aus oder nutzen gefälschte interne Rufnummern und geben an, bei der gleichen Firma wie die Verkäufer zu arbeiten. Sodann erzählen sie, es gebe ein Problem mit den Gutschein-Karten – diese müssten neu aufgeladen, der Code gescannt und am Telefon bekannt gegeben werden.

Im Kanton Zug ist in den letzten Tagen mindestens eine Verkaufsfiliale auf diese Weise betrogen worden. Der Deliktsbetrag beträgt rund 1’000 Franken. Die Polizei geht davon aus, dass der Schaden noch grösser gewesen wäre, wenn nicht zufälligerweise ein Polizist den Vorfall mitbekommen hätte. Der Mitarbeiter der Zuger Polizei befand sich in seiner Freizeit zufälligerweise in der besagten Filiale beim Einkaufen, als er eine Mitarbeiterin beobachtete, die telefonierte und währenddessen bei mehreren Wertkarten den Code freirubbelte. Diese Situation sei ihm verdächtig vorgekommen, weshalb er umgehend einschritt und das Telefongespräch mit der Betrügerin beendete.

Professionelles Netzwerk

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen kommt die Polizei zum Schluss, dass es sich um eine sehr professionelle, gut vernetzte kriminelle Organisation handelt. Die Anrufe erfolgen jeweils mit gefälschten Nummern und in regelmässigen Abständen.

Die Polizei warnt davor, auf solche Anrufe einzugehen und die verlangten Codes niemals per Telefon bekannt zu geben. Zudem empfiehlt sie, bei einem solchen Anruf einen Rückruf an den Firmen-Hauptsitz zu tätigen, damit andere Verkaufsfilialen umgehend gewarnt werden können.

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