Fürs Klima

Luzerner Grüne wollen den Touristen ans Portemonnaie

Die Grünen des Kantons Luzern wollen den nachhaltigen Tourismus fördern – mit dem Geld der Touristen. (Bild: Emmanuel Amon/AURA)

Touristen sollen höhere Abgaben zahlen, damit der Kanton Luzern nachhaltigen Tourismus fördern kann. Der Vorstoss der Grünen findet beim Regierungsrat Anklang – wenn auch nur teilweise.

Mit einer Motion fordern die Grünen des Luzerner Kantonsrats, dass Touristen stärker zur Kasse gebeten werden – für das Klima. Der Vorstoss, verfasst vom Surseer Kantonsrat Samuel Zbinden, verlangt die Streichung der Kurtaxe. Anstelle sollen Touristinnen eine sogenannte Tourismus- und Klimaschutzabgabe zahlen. Diese wäre etwas höher als die bisherige Kurtaxe.

Den Luzerner Regierungsrat überzeugt die Motion nicht gänzlich. Er schreibt in seiner nun veröffentlichen Stellungsnahme, dass er einen nachhaltigeren Tourismus zwar erstrebenswert findet, dafür aber nicht das gesamte System umstellen möchte.

Der Regierungsrat will handeln – aber anders

Wie der Regierungsrat argumentiert, widerspreche die Forderung der Grünen der aktuellen Vernehmlassungsvorlage zur Änderung des Tourismusgesetzes. Der Gesetzesentwurf beinhaltet eine Erhöhung der bestehenden kantonalen Beherbergungsabgabe um 60 Rappen. Ein Teil der daraus generierten Gelder soll die Nachhaltigkeit des Fremdenverkehrs unterstützen.

Die Luzerner Regierung plädiert deshalb, die Motion als Postulat teilweise erheblich zu erklären. Das würde den Vorstoss weniger verbindlich machen. Der Verfasser der Motion, Samuel Zbinden, sagt auf Anfrage der «Luzerner Zeitung», er finde es schade, dass die Regierung nicht den Mut habe, das bestehende System grundlegend zu ändern.

Zbinden befürchtet, dass zu wenig geschieht. «Darum setze ich mich weiterhin dafür ein, dass die Motion vollständig als solche überwiesen wird.»

Verwendete Quellen
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