Von Peking nach Luzern

Darum stand ein Wohnmobil aus Fernost vor dem Kapellplatz

Am Dienstagnachmittag parkierte ein exotisches Gefährt beim Luzerner Kapellplatz. (Bild: asc)

Wer am Dienstagnachmittag die Seebrücke in Luzern passierte, dürfte nicht schlecht gestaunt haben: Ein Wohnmobil mit chinesischem Nummernschild stand auf dem Behindertenparkplatz beim Zugang zum Kapellplatz.

Ein Nummernschild mit chinesischem Schriftzeichen vor blauem Hintergrund sorgte am Dienstagnachmittag vor dem Kapellplatz in Luzern für Aufsehen. Es handelte sich um ein Wohnmobil – aus China. Eine wahrhaft kuriose Sichtung in Luzern, obwohl in der Stadt chinesische Touristen bekanntlich zuhauf gesichtet werden. Aber normalerweise reisen sie in grossen Reisegruppen mit dem Flugzeug nach Europa und mit Reisecars weiter nach Luzern.

Ein Augenschein vor Ort ermöglichte ein Gespräch mit dem Individualtouristen aus China. Sein Englisch war etwas brüchig, doch zeigte er stolz auf sich, seine Frau und das Gefährt. Er erklärte, dass er in 70 Tagen mit dem Wohnmobil aus China hergefahren sei. Auf dem Landweg, der sie über Kasachstan, Russland und Vorderasien nach Europa gebracht habe, habe das ältere Ehepaar rund 15'000 Kilometer Wegstrecke zurückgelegt. Auf die Frage, wieso der ältere Mann mit dem Wohnmobil die riesige Distanz hinter sich brachte, antwortete er trocken, er fahre gerne Auto.

Den Stolz des Touristenpärchens erkannte auch ein zentralplus-Leser, er erblickte den Ehemann im Innenraum des Fahrzeugs mit zufriedenem Lächeln, ein chinesisches Fähnchen schwingend. Ein gutes Sujet für einmal für manche Luzernerinnen, welche um das Wohnmobil herumstanden und belustigt Fotos machten.

Verwendete Quellen
  • Persönliches Gespräch mit dem Besitzer des chinesischen Wohnmobils
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