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Tomi Juric: Abschied auf leisen Sohlen
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Tomi Juric wird nicht mehr dazu kommen, einen weiteren Treffer im FCL-Dress mit den Fans zu bejubeln. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

FCL-Stürmer erscheint nach Ausmusterung nicht mehr Tomi Juric: Abschied auf leisen Sohlen

2 min Lesezeit 20.05.2019, 13:32 Uhr

Das Auswärtsspiel in Neuenburg (1:2) zum Start in diese Rückrunde ist und bleibt sein letztes: Der 27-jährige Stürmer Tomi Juric wird nie mehr für den FCL auflaufen. Der Vertrag des australischen Nationalspielers endet mit dieser Saison.

Es war eine eigenartige Geschichte: Am 10. Februar dieses Jahres bekam Juric beim abstiegsbedrohten Xamax über die volle Spielzeit Auslauf. Luzern kassierte eine 1:2-Niederlage.

Am darauffolgenden Tag wurde Juric auf Geheiss von FCL-Sportchef Remo Meyer aus dem Spielbetrieb genommen. Er wollte ihn dazu drängen, noch einen Vereinswechsel vorzunehmen. Der FCL wollte mit Juric den per Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Doch dieser spürte nicht die geringste Lust, Luzern zu verlassen (zentralplus berichtete). Eine Woche nach seiner Ausmusterung wurde der damalige FCL-Trainer René Weiler gefeuert.

Häberli: «Juric musste Belastungstest abbrechen»

Schnell kam der Verdacht auf, dass Juric beim FCL auf die lange Bank geschoben wird. Heisst: Ungeachtet seines körperlichen Zustandes wird er den Rest der Saison auf der Tribüne verbringen. Schliesslich ist bei jedem professionellen Fussball-Klub die Lust gering, Spieler in sein Schaufenster zu stellen, die er am Saisonende ablösefrei ziehen lassen muss.

«Es ist nicht optimal, wenn ich den vor Saisonbeginn auf dem Papier besten FCL-Stürmer nicht einsetzen konnte.»

Thomas Häberli, Trainer des FC Luzern

Dagegen wehrte sich Sportchef Remo Meyer jedoch vehement. Sinngemäss sagte er: Juric sei nach dem nicht erfolgten Klubwechsel wieder vollumfänglich ins Mannschaftstraining integriert und werde eingesetzt, wenn er sich beim neuen Übungsleiter aufdränge.

Doch das ist bis zum heutigen Tag nicht passiert, und es wird am Mittwoch im Heimspiel gegen den FC Zürich (20 Uhr, Swissporarena) und zum Saisonabschluss am Samstag beim Auswärtsspiel gegen Meister YB nicht geschehen. Weilers Nachfolger Thomas Häberli bestätigt: «Juric wird nicht mehr zurückkehren. Seine Wadenverletzung lässt es nicht zu. Er hat einen entsprechenden Belastungstest abbrechen müssen.»

Häberli bedauert ausbleibende Rückkehr

Es gibt bis dato keinen Beleg dafür, dass an der Schilderung der Luzerner Klubverantwortlichen im Fall von Juric etwas nicht in Ordnung sein sollte. Denn Häberli legt sogar noch einen drauf: «Ich hätte Juric gerne zurück gehabt. Es ist nicht optimal, wenn ich den vor Saisonbeginn auf dem Papier besten FCL-Stürmer nicht einsetzen konnte.»

Juric wird den FCL nach drei Saisons mit der Bilanz von 15 Toren und 11 Torvorlagen in 64 Meisterschaftsspielen verlassen. In der zu Ende gehenden Saison brachte es der Mittelstürmer auf bloss 7 Einsätze.

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