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Tierschutz: Kanton Luzern führt keine unangemeldeten Kontrollen mehr durch
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Bis Ende April werden auf Luzerner Bauernhöfen keine unangemeldeten Kontrollen durchgeführt. (Bild: Archivbild)

Bund ordnete den Stopp an Tierschutz: Kanton Luzern führt keine unangemeldeten Kontrollen mehr durch

2 min Lesezeit 04.04.2020, 15:39 Uhr

Unangemeldete Tierwohlkontrollen finden bis Ende April nicht mehr statt – auf Anordnung des Bundesamts für Landwirtschaft. Der Kanton Luzern hält sich zwar daran, warnt aber vor den Folgen.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat angeordnet, dass angemeldete Kontrollen auf Bauernhöfen bis Ende April nur mit dem Einverständnis des Bewirtschafters durchgeführt werden dürfen. Unangemeldete Tierwohlkontrollen gibs bis dahin keine mehr.

Auch im Kanton Luzern haben die Kontrollstellen Qualinova AG, KUL, Agricon, Bio Test Agro (BTA), bio.inspecta und der Veterinärdienst auf Empfehlung der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa) die Kontrollen eingestellt.

Total waren im Kanton für 2020 im öffentlich-rechtlichen Bereich rund 2600 Kontrollen geplant gewesen, davon 500 unangemeldete. «Nach Möglichkeit werden diese Kontrollen nachgeholt», sagt Franz Stadelmann, Fachbereichsleiter beim Lawa gegenüber dem «Schweizer Bauer».

Mängel bleiben eher unbemerkt

Das Zurückfahren der Kontrollen bringt auch Gefahren mit sich. Es sei anzunehmen, dass Mängel eher unbemerkt blieben, wird Stadelmann weiter zitiert. Bei einem dringenden Verdacht von einem Mangel im Bereich Tierschutz oder einer Gefährdung im Bereich Gewässerschutz werde aber eine Kontrolle veranlasst.

Der Kontrolldienst des Schweizer Tierschutzes (STS) jedoch ist nicht an die Vorgaben des Bundes gebunden, weil er keine öffentlich-rechtlichen, sondern nur privatrechtliche Kontrollen durchführt. Der STS will die Kontrollen ab April in beschränktem Mass wieder aufnehmen.

Cesare Sciarra, Geschäftsführer Kompetenzzentrum Nutztiere beim STS, erwartet aber nicht, dass die Tiere wegen weniger unangemeldeter Kontrollen «von einem Tag auf den anderen» weniger gut versorgt werden. «Wir gehen wie immer davon aus, dass die Landwirte in der Regel ihr Bestes geben, um ihre Tiere artgerecht zu halten», zitiert ihn der «Schweizer Bauer».

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