Zuger GLPler fürchten sich vor Recyclinggebühren
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Werden auf Zuger Ökihöfen bald Gebühren für die Kartonentsorgung fällig. (Bild: Christian Hug)

Antworten vom Stadtrat gefordert Zuger GLPler fürchten sich vor Recyclinggebühren

2 min Lesezeit 06.01.2020, 19:00 Uhr

Die Stadtzuger GLP-Parlamentarier Stefan W. Huber und Daniel Marti befürchten, dass im Kanton Gebühren für die Entsorgung von Karton und anderem Recyclingmaterial erhoben werden könnten. Dies nachdem verschiedene Schweizer Gemeinden entsprechende Abgaben eingeführt haben. Nun fordern die beiden GLPler vom Stadtrat Antworten und Lösungsansätze.

Wie verschiedene Medien vergangene Woche berichteten, haben verschiedene Schweizer Gemeinden damit begonnen, eine Entsorgungsgebühr für Karton und andere Recyglinggüter zu erheben. Grund: Die Preise für recycletes Material sind im Keller und die Situation an den Absatzmärkten ist schwierig. Deshalb haben Sammelstellen und Abfallunternehmer damit begonnen, unter anderem für die Entsorgung von Karton eine Gebühr zu erheben.

Dies hat die Stadtzuger GLPler Stefan W. Huber und Daniel Marti auf den Plan gerufen. Sie wollen nun vom Stadtrat wissen, ob es Entwicklungen gibt, die ebenfalls in die genannte Richtung gehen. Im Kanton Zug ist der Verband ZEBA für die Abfallbewirtschaftung zuständig.

Führen Gebühren zu mehr verbranntem Karton?

Unter anderem wollen die zwei Parlamentarier wissen, welche Faktoren dazu führen können, dass die ZEBA Gebühren einführen wird und welche weiteren Strategien es gibt, um der angespannten Lage auf dem Abfallmarkt entgegen zu treten.

Der Grund für die Interpellation ist simpel. «Es ist vorstellbar, dass bei der Erhebung von Recycling-Gebühren viele Menschen wiederverwertbare Stoffe in den Müll werfen, um Gebühren zu sparen. Darin besteht ein gewisser Widerspruch hinsichtlich des erklärten Ziels der ZEBA möglichst wenig zu verbrennen und möglichst viel wiederzuverwerten», schreiben die GLPler. Denn bei der Abfallbewirtschaftung gelte das Verursacherprinzip.

Huber und Marti glauben folglich einen möglichen Interessenskonflikt zwischen Nachhaltigkeit und Verursacherprinzip zu erkennen. Deshalb möchten sie von der Stadtregierung insbesondere Wissen, welche Strategien existieren, um diese Zielkonflikte zu lösen.

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