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Aeschi will Corona-Hotline erreichen – und kassiert Tadel
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SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.

Zuger Nationalrat stänkert auf Twitter Aeschi will Corona-Hotline erreichen – und kassiert Tadel

2 min Lesezeit 2 Kommentare 26.02.2020, 10:33 Uhr

Die Schweiz hat einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Das veranlasste den Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi, die Hotline des Bundesamts für Gesundheit zu erreichen. Dafür wird er auf Twitter nun harsch kritisiert.

Nachdem in der Schweiz der erste Coronavirus-Fall bestätigt wurde, wollte der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi die Hotline des Bundesamts für Gesundheit (BAG) erreichen. «Erfolglos», wie Aeschi auf Twitter schreibt. Wieso er die Hotline erreichen wollte, bleibt unklar. Aeschi kritisiert, dass Bundesrat Alain Berset, der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern ist, die SP Schweiz und das BAG «der Sache nicht gewachsen» seien.

Auch CVP-Nationalrat Pfister haut in die Tasten

Auf Twitter wird Aeschi dafür harsch kritisiert. Der Tweet hat derzeit über 90 Kommentare. Insbesondere wird in einigen Kommentaren kritisiert, dass Aeschi die Hotline nicht für Notfälle freihalten würde. «Wieso genau verstopfen Sie die Hotline mit dümmlichen Anrufen, wenn die Linie für Notfälle erreichbar sein soll?», antwortet ein Nutzer.

Und auch der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister antwortete auf den Tweet Aeschis: «Wenn Aeschi mal Bundesrat wird (er wollte es ja schon mal werden), wird er merken, dass es in diesem Amt andere Qualitäten braucht, als die, die Aeschi jetzt zeigt.» Aeschi konterte sogleich auf seinem Profil: «Wer solche ‹Freunde› hat, braucht keine Feinde mehr …»

70-Jähriger Tessiner mit Coronavirus infiziert

Am Dienstag gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt, dass die ursprünglich in China aufgetretene Erkrankung bei einem 70-jährigen Mann nachgewiesen worden ist. Der Tessiner hatte sich Mitte Februar in Mailand aufgehalten, wo in den letzten Tagen zahlreiche Ansteckungen und einzelne Todesfälle gemeldet wurden (zentralplus berichtete).

Thomas Aeschi twitterte nach der Pressekonferenz des BAG am Dienstagabend: «Entweder übertreiben die italienischen Behörden masslos, oder aber das BAG unterschätzt die Lage.»

Aeschi ist nicht der einzige, der das BAG kritisiert. Auch der Präsident der Tessiner Ärztegesellschaft, Franco Denti, kritisierte die bisher getroffenen Massnahmen des Bundes. Das BAG habe die Probleme für den Kanton Tessin und die Vorgänge in der Lombardei unterschätzt, wird Denti in einem Bericht von «20 Minuten» zitiert.

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2 Kommentare
  1. Kurt Heller, 03.03.2020, 12:41 Uhr

    Der Corona Virus wird von der SVP anscheinend fleissig genutzt, um Unsicherheit zu schaffen und sich als grosser Retter zu positionieren:
    – Aeschi als stressiger Verunsicherer und Kritiker an allem was die Behörden tun
    – Martello mit unnötigem, provokantem Mundschutz in der Bundesversammlung (nützt ja nur, wenn man selber angesteckt ist, was wohl nicht der Fall ist). Das Gute ist wenigstens , dass sie dann nicht
    reden kann.
    Verunsicherung schüren als Dauerbrenner scheint das Motto der SVP! Aber solcher selbsternannten „Retter“ brauchen wir nicht!

  2. fischer, 26.02.2020, 16:26 Uhr

    Typisch SVP. Erst Handeln, dann Denken.
    Befehl Blocher ausgeführt.

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