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Thomas Aeschi freut sich über Niqab und erntet Spott
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Freude herrscht: SVP-Nationalrat Thomas Aeschi trifft auf Niqab-Trägerin. (Bild: Facebook)

SVP-Granden treffen auf verschleierte Muslimin Thomas Aeschi freut sich über Niqab und erntet Spott

1 min Lesezeit 1 Kommentar 30.08.2017, 15:08 Uhr

Am Unspunnen-Fest liess sich der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi mit einer Niqab-Trägerin ablichten und postete das Foto auf Facebook. «Völkerverständigung vom Feinsten» kommentierte Spezi Toni Brunner. Die Anhänger der beiden finden das gar nicht lustig.

Es war vor drei Tagen: Tomas Aeschi, SVP-Nationalrat aus dem Kanton Zug und Toni Brunner, SVP-Präsident aus dem Kanton Sankt Gallen, besuchten das Unspunnen-Fest in Interlaken. Am Fest der Alphirten trafen sie nicht nur auf Schwinger und Steinstösser, sondern auch auf eine verschleierte junge Dame, die offensichtlich praktizierende Muslimin ist.

Toni Brunner fotografierte Aeschi mit der Niqab-Trägerin und beide posteten das Lichtbild auf ihrer Facebook-Seite. Brunner kommentierte das Ganze mit den Worten «Völkerverständigung vom Feinsten».

Damit haben sie sich einen Shitstorm eingehandelt. Brunner hat mit seinem Eintrag über 60 Kommentare geerntet – grösstenteils betont unfreundliche. «Unspunnen hat mit Fasnacht nichts zu tun», hiess es da etwa. Andere User bezweifelten, dass die beiden SVP-Granden überhaupt eine richtige Muslimin getroffen hatten und vermuteten ein Fake-Foto. Gegenüber dem Onlineportal Watson beharrte Aeschi aber darauf, dass die Frau eine Touristin und echte Muslimin gewesen sei. 

Immerhin, auf der Seite des Zugers fehlen die Hasskommentare bislang. Ein User vermutete aber, dass sich hinter der verschleierten Schönen in Wahrheit Toni Brunner versteckte.

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1 Kommentare
  1. Sam Pirelli, 30.08.2017, 16:55 Uhr

    Das dürfte eine klassische False-Flag-Operation der SVP sein, es wäre nicht das erste Mal, dass sich eine/-r von denen in einen Niqab stürzt. In Bern gabs deswegen gar eine Anzeige. Und auf dem Land verteilen sie grad widerliche vorgedruckte Postkarten, die vorgeben, von Muslimen zu stammen – die sich vorstellen wollen, weil sie „bald in der Mehrheit“ seien.
    Ferner: Bei Aeschi mit seinen K.-o.-Tropfen-„Witzen“ braucht man sich über nichts mehr zu wundern. Er hetzt auf seiner Facebook-Seite seine Anhänger auf speziell eklige Weise auf – und bietet man Paroli, wird man sogleich gesperrt, egal, wie sachlich man antwortet. Das sind unsere „aufrechten“ Schweizer.

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