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«The Others» rocken jetzt anders
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Sehen gfürchig aus, sind aber eigentlich ganz lieb: The Others. (Bild: Natalie Ehrenzweig)

Heisse News zu alter Band «The Others» rocken jetzt anders

3 min Lesezeit 07.05.2016, 10:30 Uhr

Die Innerschweizer Band «The Others» hat soeben ihre neue EP herausgegeben. Mit Ex-Krokus-Produzent Many Maurer wollen sie neue Wege gehen. Zu hören ist das Resultat auch an FCL-Spielen.

Am Anfang lief nicht alles nur wie geschmiert. Schon vor 14 Jahren haben The Others angefangen, zahlreiche Konzerte in der Zentralschweiz zu spielen. «Zu dieser Zeit gab es intern immer wieder Wechsel und auch eine genaue musikalische Ausrichtung hatten wir noch nicht gefunden», erinnert sich Gitarrist Peter Bünter, genannt Bünti.

Dann stand ein Studiotermin beim Luzerner Sänger und Musikproduzent Tobi Gmür an, die Band probte intensiv. Doch kurz vor den Aufnahmen musste der damalige Sänger aus persönlichen Gründen passen, darauf sprang der Schlagzeuger Yves Scheuber (Flexx) als Sänger ein. Nun musste aber auch ein neuer Schlagzeuger her: «Ich habe geträumt, dass wir einen neuen Schlagzeuger finden, der einen langen Bart und eine Glatze hat», erzählt Andreas Niederberger alias Schnitz (Bass). Eine treffende Beschreibung von Steve Comeaux, dem Schlagzeuger, den Flexx in die Band mitbrachte. Als gebürtiger Texaner erklärt er seinen musikalischen Stil als «loud and hard» und lacht dabei.

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«Das war ein anstrengender Prozess»

Nach diesem Wechsel zog die Band einen Strich unter die Vergangenheit. Mit Ex-Krokus-Produzent Many Maurer und seinem Soundtraxx-Studio im Sedel in Luzern haben sie schliesslich einen Produzenten gefunden, der sie dabei unterstützt, ihren eigenen Sound zu finden. «Wir arbeiten seit Dezember 2014 an unseren alten und neuen Songs mit Many Maurer. Das war ein anstrengender Entwicklungsprozess», betont Bünti.

«Trotz mehr Professionalität und Ambitionen steht bei uns der Spass immer noch im Vordergrund.»

Andreas Niederberger

Die Neuausrichtung soll zwar das Niveau der Band erhöhen und bei der musikalischen Ausrichtung der aus Luzernern und Nidwaldnern bestehenden Truppe helfen. «Doch trotz mehr Professionalität und Ambitionen steht bei uns der Spass immer noch im Vordergrund», sagt Schnitz. So sieht das auch Many Maurer: «The Others sind eine laute Rockband. Ich habe ihnen gesagt, dass ich keine Low-Cost-Produktionen mache und dass die Drums grundsätzlich in Bern aufgenommen werden.  Ich habe da den grösseren Raum zur Verfügung und erreiche so einen ‹grösseren› Klang, der sich bei den Drums vorteilhaft auswirkt.»

«Ich unterstütze die Band, möchte ihre Musik verbessern, nicht verändern.»

Many Maurer, Musikproduzent

Rockige Melodien, Gitarrenklänge und eine markante Stimme gehören zu den Merkmalen von The Others, wie auch ihre schwarzen Zylinder, die sie auf der Bühne tragen. Die vierköpfige Band hat in Zusammenarbeit mit Many Maurer die Arrangements ihrer Songs, die sie zum Genre «Rockpunkheavypopclassicjazzmetalfunkblues» rechnet, bearbeitet. «Es entstehen oft gute Diskussionen», so Schnitz. Der Produzent achtet darauf, dass eine Band eine «richtige» Band und nicht nur ein Projekt ist: «Es braucht einen roten Faden. Dann hänge ich dort ein, wo die Band steht. The Others wollen an ihr Limit gehen. Ausserdem hat mich Yves Gesang überzeugt.

Schwieriges Konzertbusiness

Jetzt, mit dem neuen satten, rockigen Sound wollen The Others wieder auf die Bühne. «Feuertaufe hatte unser Sound letzten Dezember in der Bruchbrothers-Bar in Luzern. Das Konzertbusiness ist hart, aber es kommen Konzerte rein, auf unserer Webseite ist man am besten informiert», sagt Bünti. «Es gibt viele gute, junge Bands und immer weniger Platz für sie zu spielen. Das geht uns auch so. Aber immerhin wird unser Song Devil’s World an zukünftigen FCL-Matches gespielt werden», freut sich Flexx.

Bis dahin werden The Others weiter mit Many Maurer an ihrem Songwriting arbeiten. «Ihre Ideen werden immer klarer. Ich unterstütze sie, möchte ihre Musik verbessern, nicht verändern», betont der Ex-Krokus-Produzent. Das kommt bei der Band gut an. «Es ist ein Privileg, mit ihm zu arbeiten», findet Schnitz.

 

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