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Taube: Nun wird’s doch wieder ein Restaurant
  • Regionales Leben
Die Taube in der Zuger Altstadt soll fünf Jahre nach der Schliessung zu neuem Leben erwachen. (Bild: mbe)

Historische Zuger Altstadtbeiz wird wiedereröffnet Taube: Nun wird’s doch wieder ein Restaurant

3 min Lesezeit 21.02.2017, 17:18 Uhr

Das Gasthaus Taube in der Zuger Altstadt wird tatsächlich wieder auferstehen. Der Hauseigentümer will ein modernes Restaurant mit dem Namen «Taube» dort realisieren. Eine Baubewilligung hat er bereits. Vor einem Jahr war noch von einer «Teestube» die Rede.

Gross war das Wehklagen in Zug, als in der Taube vor bald vier Jahren die letzten Getränke serviert wurden. Nach über 26 Jahren verabschiedeten sich Daniel und Therry Schäfer. Lange war unklar, ob im sanierungsbedürftigen Gebäude nach der Renovation überhaupt noch einmal ein Restaurant entstehen würde, geplant war eine «Teestube» (zentralplus berichtete).

In der Zwischenzeit ist aus den Plänen ein voll ausgebautes Restaurant entstanden. Dies geht aus einem Änderungsgesuch hervor, das bis 8. März beim städtischen Baudepartement öffentlich aufliegt. Eingereicht hat es der Hauseigentümer Markus Mende. Als Bauherr ist die Firma AMCI Finance GmbH aufgeführt.

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Restaurant im Erdgeschoss

Gemäss den Plänen befindet sich das Restaurant im Erdgeschoss. Der Hauptraum liegt auf der Seite der Unter Altstadt. Gegen den See hat es einen kleineren Gastraum. Die Gäste müssen also die Aussicht, die sich ihnen auf dem kleinen Balkon im Obergeschoss der alten Taube bot, nicht ganz missen.

So stellen sich die Architekten das spätere Restaurant im Erdgeschoss vor.

So stellen sich die Architekten das spätere Restaurant im Erdgeschoss vor.

(Bild: zvg)

Im ersten Untergeschoss wurden bereits Fakten geschaffen und verschiedene Innen-Wände des historischen Hauses abgebrochen. «Alle im Plan eingezeichneten Abbrüche sind in Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege abgebrochen worden», steht in den Unterlagen. Hier wird auch ein Saal zu liegen kommen, die Küche und Technikräume. Im zweiten Untergeschoss des Hauses befinden sich Personal-WCs, Garderoben und Kühlräume.

Dem Gesuch liegen Vorprojekt-Pläne für Buffet, Küche und Lager bei. Aber auch Visualisierungen des Innenausbaus. Im Inneren wird Alt mit Neu kombiniert. Die alten Holzbalken kontrastieren mit viel Glas sowie Möbeln in Brauntönen. Zum Teil hat man auch bewusst die Bohlenständerwände wieder herausgearbeitet und lässt sie unverputzt.

Im Einklang mit Altstadtreglement

Im April 2016 schrieb zentralplus, das Lokal stehe kurz vor der Wiederbelebung. Das Umbaugesuch sei bereits eingereicht und formell geprüft worden. Laut Stadtrat und Bauvorsteher André Wicki steht auch das jetzige Restaurant im Einklang mit dem neuen Altstadtreglement. «Es ist sicherlich eine Bereicherung, wenn in der unteren Altstadt wieder ein Restaurant eröffnet wird», sagt Wicki gegenüber zentralplus. «Die Taube war legendär und ich hoffe, dass die neue Taube ebenso zum Fliegen kommt.»

Bei der Sanierung wurde im Innern auch eine Mauer von etwa 1300 freigelegt.

Bei der Sanierung wurde im Innern auch eine Mauer von etwa 1300 freigelegt.

(Bild: Archivbild)

Laut Auskunft des Baudepartements wurde die Baubewilligung im Juli 2015 erteilt. Die Bauherrschaft habe keine neuen Auflagen erfüllen müssen. Es handle sich um eine neue Raumaufteilung und Ausbauten. Eine Aussenterrasse respektive ein Garten ist nicht vorgesehen. Die Projektleitung sei durch das Amt für Denkmalpflege und Archäologie eng begleitet worden.

Eröffnung im Jahr 2018 möglich

Architekt Dan Semrad erklärte auf Anfrage, im März 2017 wolle man mit dem Innenumbau beginnen, sofern keine Einsprachen eingehen. Man werde die Anwohner in der Altstadt zu einem Informationsanlass einladen, fügte er hinzu. Semrad rechnet mit einer Bauzeit von rund 14 Monaten. Die neue Taube würde also frühestens 2018 aufgehen.

Innenansicht mit den freigelegten Holzbalken.

Innenansicht mit den freigelegten Holzbalken.

(Bild: zvg)

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