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Swingende statt besinnliche Weihnachtslieder
  • Kultur
  • Rezension
Sängerin Eva Buchmann und Bandleader Wil Salden (2. von links) gastierten mit dem Glenn Miller Orchestra im Luzerner KKL.

Das Glen Miller Orchestra spielte im KKL Luzern Swingende statt besinnliche Weihnachtslieder

2 min Lesezeit 02.12.2019, 16:29 Uhr

Vor achtzig Jahren gründete Glenn Miller seine Big Band, die genau wie sein kurzes Leben zur Legende wurde. Noch heute haben alle, die den Rhythmus des Swing Sounds oder einfach seinen unverwechselbaren Stil lieben, mythische Stücke wie «Moonlight Serenade», «Sentimental Journey»,oder «Blue Moon» sowie viele andere im Ohr und sogar auf der Zunge. Am Sonntag nun gastierte das Glenn Miller Orchestra mit Weihnachtsliedern im Luzerner KKL.

Wenn die unzähligen Glenn-Miller-Fans weltbekannte Weihnachtsmelodien wie «Jingle Bells», «Let it Snow», oder «White Christmas» gerne hören und sogar mitsingen, dann war das Konzert am Sonntagabend im Luzerner KKL sicher die richtige Wahl, um die gerade angefangene Adventszeit angemessen zu feiern. Dies allerdings eher auf eine fröhliche und manchmal sogar frenetische als auf eine besinnliche Weise. Und auch einen besseren Titel als «Swinging Christmas» hätten die Organisatoren dieses Konzertes nicht finden können.

Viel Perfektion und Spontaneität

Das am Sonntag zahlreich erschienene Publikum zeigte sich überaus angetan vom Swing Sound des Glenn Miller Orchestra. Man war fasziniert vor allem von der Perfektion, aber auch von der Spontaneität und dem Elan der Musiker mit ihren für ein Glenn-Miller-Orchester typischen Instrumenten: Klarinette, die, wie ursprünglich bei Glenn Miller, die erste Stimme spielt, Saxofone, Posaunen, Trompeten, Schlagzeug und Klavier (von Wil Salden selber gespielt). Erwähnenswert bleibt auch die Leistung von Eva Buchmann, der Sängerin am Sonntagabend.

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Neben der akkurat vorbereiteten und präsentierten Show wurde mit kleinen Witzen, Scherzen, mit der Komik der Gestik und der Mimik für eine feine und lustige Unterhaltung gesorgt, so dass das Publikum den Eindruck hatte, mit den Künstlern interagieren zu können.

Der Erfolg des Orchesters

Schon im Jahre 1978 fing Will Salden mit seinen Glenn-Miller-Studien an, während das Orchester und sein Dirigent erst im Jahr 1985 Premiere hatten. Der Präsident der Glenn Miller Productions übertrug 1990 dem Orchesterleiter die Leitung des Orchesters für Europa und Teile Asiens.

Seitdem sind es fünftausend Konzerte, die das Orchester gegeben hat, und 3,5 Millionen Besucher besuchten die Produktionen, in welchen die Musiker den Swing Sound originaltreu interpretieren. Manchmal beinhaltet das Programm ihrer Konzerte auch Glenn-Miller-Stücke, die nicht so weltberühmt wie zum Beispiel die legendären «In The Mood» oder «Chattanooga Choo Choo» geworden sind.

Die Begeisterung des KKL-Publikums

Am Ende des schon vollen Programms waren noch Zeit und Lust für einige Zugaben, darunter das weltbekannte Evergreen «In The Mood», vom ganzen Publikum im Swing-Fieber erlebt und klatschend begleitet. Doch mit ihren 130 Auftritten pro Jahr sind sich Wil Salden und seine Musiker an diese Art von begeisterter Stimmung wohl bereits lange gewohnt.

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